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Mobilshow in Leichlingen
Große Wagen in Leichlingen bevorzugt

Mobilshow in Leichlingen: Große Wagen in Leichlingen bevorzugt
Knapp 20 Aussteller zeigten am Wochenende im Brückerfeld mehr als 100 Fahrzeuge. Die Besucher konnten sich auch über E-Bikes informieren. FOTO: Uwe Miserius
Leichlingen. Zukunftstechnologien scheinen nichts für Leichlingen zu sein. Zumindest noch nicht. Denn Elektromotoren fanden Besucher der Leichlinger Mobilshow am Wochenende vor allem bei Klaus Larbig vom "Bikers Point". Von Jim Decker

E-Bikes sind weiter schwer angesagt, verbreiten sich rasend schnell und beeindrucken mit hoher Reichweite. All das haben E-Autos bisher nicht - kein Wunder also, dass vor allem Benziner und Dieselfahrzeuge in der Fußgängerzone standen.

Der Trend geht im Moment zu SUVs, also kleineren, ursprünglich für Fahrten durch unwegsames Gelände entwickelten Pkw. "Die haben eine erhöhte Sitzposition, bieten mehr Sicherheit, und der Fahrer hat eine bessere Übersicht", schilderte Michael Damrath, Verkaufsleiter beim Autohaus Luchtenberg, die Vorzüge der Trendmodelle. Dass SUVs im Vergleich zu Kleinwagen oder Kombis auch in der zweiten Reihe noch genug Platz bieten, sei ebenfalls ein Trumpf. In Leichlingen seien kleinere Wagen auch nicht so nötig wie in Großstädten.

Komfort ist also angesagt - das gilt auch für die Finanzierung. "Pakete, die gleich für mehrere Jahre die Kosten zum Beispiel für die Inspektion beinhalten, sind ebenfalls im Kommen", berichtete Damrath. Die Ausgaben beim Autokauf sollen planbarer werden. Kleinere Motoren mit nur drei Zylindern seien aber immerhin ein Schritt hin zu weniger Spritverbrauch. Selbst in Zeiten extrem niedriger Ölpreise sei das weiterhin ein starkes Argument für viele Kunden.

Grüne Technologie wie die "Start-Stopp-Automatik" scheinen dagegen weiterhin mehr Ladenhüter als Verkaufsschlager zu sein. "Wenn dieses Zubehör nicht serienmäßig ist, sondern zum Beispiel 500 Euro zusätzlich kostet, lehnen die meisten Kunden so etwas ab", sagte der Verkaufsspezialist. Autokäufer schätzten eben weiterhin ab, was sich rechnet. Grüne Technologie scheint das nicht zu sein.

Definitiv nicht grün (bei einem kombinierten Verbrauch von mehr als 20 Litern auf 100 Kilometern) ist das Wunschauto von Joel Simon Behrendt. 1000 PS haben Bugatti Veyrons. Am Wochenende stand keins der weltweit nur 300 existenten Exemplare im Brückerfeld, aber auch sonst kommen für Joels Eltern Ulli und Frank Behrendt eher Kleinwagen von VW, Ford oder Opel in Frage. "Einen SUV haben wir schon", sagt Ulli, jetzt geht es um einen "Stadtflitzer". "Sparsam" muss der sein und ausreichend Platz für den Nachwuchs hergeben. Den Skandal bei VW habe man "leicht im Hinterkopf", die Tendenz geht zum deutschen Autobauer aus Rüsselsheim, verrät Behrendt senior. Vermutlich die richtige Wahl. "Meine Eltern fahren eh wie die Schnecken", stichelt Behrendt junior. Da wäre der Bugatti dann ja eher verschenkt gewesen.

Quelle: RP
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