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Leichlingen
Hase Felix auf 66 Mio. Briefmarken

Leichlingen: Hase Felix auf 66 Mio. Briefmarken
Den Hasen Felix haben Kinderbuchautorin Annette Langen und Illustratorin Constanza Droop (2.v.l.) zum Erfolg verholfen. Arnim Hölzer hat es geschafft, dass Felix jetzt auch auf 66 Millionen Sonderbriefmarken erscheint. FOTO: Uwe Miserius
Leichlingen. Die Kinderbuchautorin Annette Langen und die Illustratorin Constanza Droop feiern weltweiten Erfolg mit Hase Felix. Von Ina Bodenröder

Als Motiv auf einer Briefmarke der Post abgebildet zu sein, ist in Deutschland offenbar schwieriger, als hierzulande das Bundesverdienstkreuz zu bekommen. "Es gibt nicht viele Persönlichkeiten, die diese Auszeichnung zu Lebzeiten erhalten", sagte Postvorstand Lutz-Hermann Richter am Dienstag in Schloss Eicherhof, als er der Leichlinger Autorin Annette Langen und der Münsteraner Grafikerin Constanza Droop die Erstausgabe der Sonderbriefmarken "Felix auf Reisen" und "Post von Felix" überreichte. Vor mehr als 20 Jahren hatten die beiden das Langohr auf Weltreise erfunden und illustriert, seither wurden über sieben Millionen Bücher verkauft und in 30 Sprachen übersetzt.

Bürgermeister Frank Steffes hatte zu diesem Anlass sogar zwei Felix-Bücher seiner Kinder aus dem heimischen Regal geholt und ließ sie sich gestern an Ort und Stelle signieren. "Ich denke noch heute sehr gerne an den Kuschelhasen Felix und an die vielen Vorleseabende am Bett der Kinder. Wir sind mit Felix auf Weltreise gegangen und durch die Vergangenheit gereist", erinnerte sich das Stadtoberhaupt. Sogar ein echtes Drachenschiff der Wikinger wollte er mit seinem Sohn nach Felix´ Bauplan bauen. "Doch daran bin ich gescheitert", gestand Steffes.

Überhaupt nicht gescheitert ist indes die Idee vom Hasen auf Reisen, der regelmäßig aus aller Welt an seine Freundin Sophie schreibt. "Felix trägt seit zwei Jahrzehnten zur Völkerverständigung bei, das ist mir am wichtigsten", sagte Annette Langen. Ein Band in englischer Übersetzung habe zuletzt sogar einen Buchpreis im Iran erhalten. Dabei war der Erfolg in diesem Ausmaß gar nicht absehbar, als Felix in den 1990er Jahren erstmals im Coppenrath-Verlag erschien. "Wir waren in einem Dilemma", erinnerte sich der damalige Praktikant und heutige Verlagssprecher Tomas Rensing. Bis zur "Geburt" des Hasen seien Bücher immer in einer Auflage von 3000, maximal 4000 Stück produziert worden. "Doch als das Buch kurz vor Ostern erschien, war die Nachfrage so groß, dass wir sofort 7000 Stück nachbestellen mussten", sagte Rensing. Damit hatte offenbar niemand gerechnet, aber die sympathische Erfolgsgeschichte setzt sich bis heute fort.

"Am 4. März habe ich den ersten Brief von einem Kind mit der Felix-Marke drauf bekommen. Das war toll", erzählte der Verlagssprecher. Dass es das Kuscheltier nun auch als Briefmarke gibt, ist indes hauptsächlich ein Verdienst des Leichlingers Arnim Hölzer, Präsident des Bundesverbandes des deutschen Briefmarkenhandels. Mehr als fünf Jahre lang hat er seinen Vorschlag hartnäckig bei der Post vorgetragen. In den nächsten zwei Monaten werden nun insgesamt 66 Millionen Felix-Sonderbriefmarken verkauft.

Quelle: RP
 
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