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Leichlingen
Herrliches Bällebad für hunderte Vierbeiner

Leichlingen: Herrliches Bällebad für hunderte Vierbeiner
Bälle holen aus erfrischendem Nass: So wie Labrador Charly machten es unter anderem die Tiere der Rettungshundestaffel Köln im Leichlinger Freibad. FOTO: UM
Leichlingen. Bei zwölf Grad Außen- und 16 Grad Wassertemperatur würden sich nur wenige Menschen freiwillig ins Wasser wagen. Hunde sind in der Beziehung schon abgebrühter. Von Gabi Knops-Feiler

"Denen ist die Kälte egal", sagte Annika Kersch. Die Leichlingerin war mit ihrem Team von der Rettungshundestaffel Köln gestern schon früh gekommen, um den Hunden auch außerhalb des normalen Trainings Spaß bieten zu können.

Wie die übrigen, so ist auch ihr "Collin", ein neunjähriger Australian Shepherd ausgebildet, um verschüttete Menschen in Trümmern und auf Flächen zu suchen. Diesmal durften die Tiere eben Bälle, Frisbees oder Ringe im Wasser suchen. "Eine tolle Aktion", lobte Kersch, während sich große und kleine menschliche Freunde am Ende der Freibadsaison nun schon zum zweiten Mal in Folge nach Herzenslust im Blütenbad austoben durften.

Im Vorjahr waren es insgesamt 300 Besucher. Einen ähnlichen Erfolg erhofften sich Betriebsleiter Christopher Hoekstra und Mitorganisatorin Claudia Mika auch in diesem Jahr. Das dürfte funktioniert haben. Denn bereits eine Stunde nach Öffnung tummelten sich hundert Tiere - bei mittlerweile bestem Sonnenschein - im Wasser und auf der Wiese.

Die Vierbeiner kamen mit ihren Besitzern aus der ganzen Umgebung. Zum Beispiel wollte Silke Bergmann aus Remscheid ihrem Bordercollie "Jerrylee" den Badespaß ermöglichen, weil der Hund "für sein Leben gerne schwimmt" und jede sich bietende Gelegenheit nutzt, um ins Wasser zu kommen. Selbst vor dem Gartenteich der Eltern scheut er nicht zurück.

Mischlingshund Max (5) war mit Joanna Haselwood aus Düsseldorf angereist. Seine Begeisterung fürs Wasser war nicht zu übersehen. Am Rand - Hunde durften ausnahmsweise auch vom Beckenrand springen - zögerte er noch leicht, hüpfte dann aber locker und leicht wie eine Feder ins Wasser, um den Ball zu apportieren. "Ist der cool", kommentierte eine andere Hundebesitzerin die außergewöhnliche Sprungtechnik. Wäre es nach Max gegangen, hätte er das Prozedere immer und immer wiederholt. Doch Haselwood sorgte für Zwangspausen. "Hunde wissen nicht, wann sie genug haben. Ginge es nach ihnen, würden sie so lange weiter schwimmen, bis sie ertrinken", erläuterte sie.

Nach sechs Stunden wurden die Tore des Freibads endgültig für dieses Jahr geschlossen. Das Wasser wird aber erst im Frühjahr abgelassen und die Becken werden gründlich gereinigt. Bis zum Saisonstart im kommenden Frühjahr ist auch das Freibad-Gelände von möglichen Hinterlassenschaften gesäubert. Und: "Aus hygienischer Sicht ist das Hundeschwimmen völlig unbedenklich", betonten die Organisatoren.

Quelle: RP
 
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