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Leichlingen
Inklusionstheater feierte Premiere

Leichlingen. Um die Begriffe "außen vor" und "mitten drin" ging es bei der Aufführung der Theatergruppe "Mittendrin", die aus behinderten und nicht behinderten Darstellern besteht. Der Titel des neuen Stückes lautet: "Das kommt gar nicht in die Tüte". Premiere war jetzt in der Aula Am Hammer. Die zwölf- bis 65-jährigen Darsteller hatten das Stück mit alltagsnahen Szenen selbst geschrieben,

"Wir haben nach Situationen gesucht, in denen man sich mittendrin befindet und raus möchte, oder außen vor steht und gerne rein möchte", erklärte Regisseurin Nicola Glück. Jede Szene sei dabei aus der Lebenswirklichkeit der Teilnehmer heraus entstanden und deshalb realitätsnah.

Finanziert wurde das Theaterprojekt von der Mebus-Körmann-Stiftung. Deren Vorsitzende Schwanke Körmann freute sich über eine gelungene Premiere. Sie ist Mutter eines autistischen Sohnes, Erik Körmann, der auch zu den Schauspielern gehörte. Sie sagte: "Zunächst hatte ich Bedenken, wie man ihn in ein solches Projekt integrieren kann, besonders, da er nicht in der Lage ist zu sprechen. Aber die Truppe nimmt jeden, so wie er ist. Ich bin begeistert, wie er sich eingefunden hat, indem die Texte, die er sagen wollte, von ihm aufgeschrieben und von jemand anderem vorgelesen wurden."

Die Eintrittskarten konnten im Vorverkauf für zehn Euro erworben werden. Das Geld geht an die Mebus-Körmann-Stiftung für die Finanzierung weiterer solcher Theaterprojekte. Die Teilnehmer haben durch das Projekt viel über Inklusion gelernt. Darstellerin Helma Schwenzer bilanzierte: "Ich finde es spannend, dass von allen Teilnehmern Ideen stammen. Jeder hat etwas eingebracht, und niemand hat etwas abgelehnt. Es wurde versucht, ein Ganzes zu schaffen. Und das ist für mich Inklusion."

(jbr)
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