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Umgestaltung der Leichlinger Innenstadt
Einkauf bald mit Café und Wuppergarten

Innenstadt von Leichlingen bald mit Café und Wuppergarten
Das neu gestaltete Areal vom Neuen Stadtpark aus betrachtet. Hier zu erkennen: der neue Wuppergarten als Terrasse auf dem Supermarktdach. Das neu gestaltete Areal vom Neuen Stadtpark aus betrachtet. Hier zu erkennen: der neue Wuppergarten als Terrasse auf dem Supermarktdach. FOTO: pässler, Sundermann und Partner
Leichlingen. Das Architektur- und Stadtplanungsbüro "Pässler Sundermann und Partner" hat am Montag erstmals öffentlich seine Ideen für eine Umgestaltung der Leichlinger Innenstadt vorgelegt - und gleich die erste Hürde genommen. Von Peter Clement

Rund zehn Jahre nach dem ersten Versuch, eine Umgestaltung der Leichlinger Innenstadt auf den Weg zu bringen, die die Kaufkraft in der Stadt hält, die Lebensqualität und Wohnsituation verbessert und gleichzeitig die City zur Wupper hin öffnet, gibt es wieder eine Perspektive.

Die könnte tatsächlich gute Chancen auf Umsetzung haben - jedenfalls dann, wenn die Politik es zulässt, dass das Planungsbüro "Pässler Sundermann und Partner" seine am Montag erstmals öffentlich präsentierten Ideen auch umsetzt. Die erste Hürde wurde am Abend genommen: Der Leichlinger Ausschuss für Stadtentwicklung brachte einstimmig den benötigten Aufstellungsbeschluss auf den Weg.

Das Architektur- und Stadtplanungsbüro, das seit fast 40 Jahren erfolgreich in der Region verwurzelt ist, befindet sich seit 2009 In Leichlingen und hat dort unter anderem das Wohngebiet Wupperbogen entwickelt.

Haben viel vor: (v.l.) die Planer Andreas Pässler, Michael Sundermann, Martin Pässler und Clemens von Dryander mit Bürgermeister Frank Steffes. FOTO: Miserius

Dass die 13 Beschäftigten auch einen effektiven und schönen Umbau der Innenstadt auf den Weg bringen könnten, zeigte die Vorstellung am Montag - zum einen, weil das Büro nicht nur plant, sondern das Kaufpark-Areal auch tatsächlich erworben hat, zum anderen aber auch, "weil die gesetzten Vorgaben so eng sind, dass wir hier garantiert nicht das Rad neu erfinden müssen", wie Architekt Clemens von Dryander betont.

Herausgekommen ist ein ansprechender Grundentwurf, der vor allem den Charakter der Plätze in der Blütenstadt unterstreichen soll - vom Brückerfeld bis zum neuen Stadtpark. Hauptveränderungen: Der Gebäudekomplex wird von der Neukirchner Straße weiter zurückgezogen, damit Raum für Gastronomie und Aufenthalt geschaffen wird. Die Straße soll (ähnlich der Brückenstraße) ein Verkehrsraum werden, in dem sich Fußgänger und Autofahrer barrierefrei begegnen, der aber schon durch den Belag so in den Gesamtplatz integriert ist, dass der Verkehr gebremst wird.

Auf der anderen Seite der Straße könnte, so Andreas Pässler, der Platzcharakter fortgesetzt werden - dazu müsse die Stadt kein neues Rathaus bauen, aber eventuell den einstigen Hotelanbau mit Ratssaal durch ein lichtdurchflutetes Eintrittsgebäude ersetzen, das mit versetzten Stockwerken zum Hauptgebäude Schluss machen würde.

Auf der Kaufparkseite werden 2500 Quadratmeter Einzelhandelsfläche im Erdgeschoss geschaffen, mit mehreren daran anschließenden Wohngebäuden. Der Clou: Auf dem Dach des Einkaufsgebäudes ist eine Art "Wuppergarten" vorgesehen, der von außen zugänglich sein und einen zusätzlichen Bereich mit Aufenthaltsqualität schaffen soll.

Eine farbig gestaltete, moderne Tiefgarage soll bis zu 200 Fahrzeugen Platz bieten.

Quelle: RP
 
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