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Leichlingen
"Intensive Gratulationskur" für den Roderbirken-Chef

Leichlingen. Womöglich könnte sich Dr. Wolfgang Mayer-Berger daran gewöhnen, dass ihn seine Arzt-Kollegen morgens mit Ständchen und Lebkuchenherz begrüßen. Indes dürften Süßigkeit und Kanon ("Viel Glück und viel Segen auf all' deinen Wegen") Ausnahmen bleiben. Aber sehr schöne Ausnahmen, mit denen dem ärztlichen Direktor der Klinik Roderbirken zum 60. Geburtstag gratuliert wurde. Das Lied war der Auftakt einer "intensiven Gratulationskur", die Mayer-Berger gestern in seiner Rehabilitation-Einrichtung absolvierte.

Seit fast 16 Jahren steht der Unterfranke an der Spitze der Klinik. "Die Arbeit macht mir immer noch Spaß, und ich habe nicht vor, vorzeitig zu gehen", verriet er. Er setzt damit die Kontinuität an der Spitze der Einrichtung fort: Er ist erst der sechste Chefarzt in der rund 113 Jahre umfassenden Historie der Klinik. "Man ist hier relativ langlebig", kommentiert Mayer-Berger das mit einem Schmunzeln.

Während seiner Zeit im Rheinland habe sich der Stellenwert der Rehabilitation deutlich gewandelt. Führte sie vor 15 bis 20 Jahren ein häufig als "Fango-Tango" belächeltes Schattendasein, ist die Leichlinger Klinik heute Anlaufpunkt für 4000 Patienten pro Jahr, die nach akuten Ereignissen wie Infarkten wieder auf die Beine kommen. "Das war ein gewaltiger Umschwung", sagt Mayer-Berger. Er kennt auch schon die Herausforderung, die ihn bis zur Pensionierung begleiten wird: "Übergewicht und Zuckererkrankungen sind bei jüngeren Menschen stark auf dem Vormarsch."

(rz)
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