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Leichlingen
Kinder forschen in der Ökolaube

Leichlingen: Kinder forschen in der Ökolaube
Dank der Förderung vieler und dem Beitrag der Köppen-Stiftung haben die Kinder der Kita Brückenstraße nun eine Öko-Laube, in der sie forschen. FOTO: Uwe Miserius
Leichlingen. Viel Herzblut steckt in der evangelischen Kindertagesstätte an der Brückenstraße. Das merkt der Besucher schon, wenn er die Eingangshalle betritt. Bei knapp 150 Kindern, die in acht Gruppen eingeteilt sind, ist das auch nötig. Von Tobias Falke

Das 32-köpfige Pädagogenteam hat einiges zu meistern aber die offene und herzliche Atmosphäre, die vor Ort herrscht, lässt von viel Alltagstrubel oder -stress wenig übrig.

Der riesige Außenbereich steht den Kindern für sämtliche Aktionen zur Verfügung, sei es mit Fahrgeräten zu fahren, den Spielplatz zu benutzen oder eben die neue Ökolaube zu entdecken. Die steht im hintersten Teil des Areals und verbirgt einen wahren Schatz für echte Mini-Forscher - egal ob mit der Lupe, dem Mikroskop oder mit der eigenen Hand. "Hier haben die Kinder Raum, die Welt zu entdecken", sagt Birgit Gilles, stellvertretende Leiterin der Kindertagesstätte.

Einmal die Woche hätten die Kinder einen "Waldtag". Das dort Erlebte könne man nun in der Laube aufarbeiten. Aber die kleinen Entdecker lernen noch mehr, zum Beispiel, wie man sich die Zähne richtig putzt, wie lange eigentlich 30 Sekunden oder fünf Minuten dauern und wie ein Wespennest von innen aussieht. "Wir haben vor einiger Zeit ein Nest hier gefunden. Das können wir nun alle bestaunen, auch von innen", berichtet Birgit Gilles, die seit 2003 in der Einrichtung tätig ist.

Rund 45.000 Euro kostet das neue Gebäude, das auch im Winter genutzt werden kann. Um sich dieses Objekt leisten zu können, war die Kindertageseinrichtung auf zahlreiche Spenden angewiesen. Neben dem eigenen Förderverein, der Elterninitiative und zahlreichen kleineren Unterstützern wie etwa dem Frauenverein oder dem "Eine-Welt-Laden" der Gemeinde, steuerte die Köppen-Stiftung den größten Teil bei.

"Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, rund 50 Prozent eines Projekts zu fördern", erläutert Peter Berger, der stellvertretende Vorsitzende der Stiftung, die seit 20 Jahren im Namen von Artur und Anne Köppen Projekte der Kindergärten im evangelischen Kirchenkreis unterstützt. Die andere Hälfte zahlt die jeweilige Kirchengemeinde. So will die Stiftung die Initiative der Eltern und das Miteinander fördern.

Der Kindergarten an der Brückenstraße konnte sich somit bereits über eine neue Röhrenrutsche und eine Vogelnestschaukel freuen. Auch Teamfortbildungen werden finanziell unterstützt, um die Qualität der Kindergärten stetig zu verbessern. Das gelingt, schließlich gilt die Köppen-Stiftung als Erfolgsgeschichte.

Alteingesessenen Leverkusenern ist der Name Köppen sicherlich ein Begriff, zumindest wenn sie an das frühere Wiesdorfer Modehaus des Ehepaares an der Ecke Dönhoffstraße/Breidenbachstraße denken. Das kinderlose Paar vererbte dem evangelischen Kirchenkreis 1997 insgesamt 1,5 Millionen Euro, um damit Kindergärten zu fördern. In den vergangenen 20 Jahren ist deutlich über eine Million Euro in die Ausstattung evangelischer Kindergärten im Kirchenkreis geflossen. Mittlerweile ist das Stiftungskapital auf drei Mio. Euro gestiegen, um die Kinder auch in Zukunft mit tollen Projekten zu unterstützen.

Quelle: RP
 
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