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Leichlingen
Kölner Filmstudenten drehen am Pilgerheim

Leichlingen: Kölner Filmstudenten drehen am Pilgerheim
Achtung, Klappe" - Schauspielerin Jenny Schily (r.) wird für die Dreharbeiten geschminkt. FOTO: uwe miserius
Leichlingen. Ein Tümpel am Waldweg zwischen dem Pilgerheim Weltersbach und der Kreisstraße 6 unterhalb von Metzholz war gestern Arbeitsplatz der Schauspielerin Jenny Schily und zahlreicher Studenten der "internationalen filmschule köln" (ifs). Von Ina Bodenröder

Die angehenden Regisseure, Produzenten, Drehbuchautoren, Kameraleute, Tontechniker und Experten für visuelle Effekte drehten dort im Rahmen ihres Studiums den Abschlussfilm "Grummet".

Rund 40 Minuten wird der Kurzfilm dauern und die Geschichte von Marga (Jenny Schily) und Hans (Joshua Fröhlich) erzählen. "Während des Ersten Weltkrieges kämpft die 45-jährige Marga ums tägliche Überleben. Als der 12-jährige Hans, fasziniert von Marga, ihr ständig folgt, kommt es zu einem folgenschweren Unfall. Trotz Tristesse, Armut und Zerfall entwickelt sich zwischen Marga und Hans, um den sie sich nun kümmert, eine ungewöhnliche Freundschaft", heißt es in einer kurzen Beschreibung des Werkes.

Die morastige Umgebung des kleinen Gewässers im Schatten hoher Bäume schien dabei optimal zur Atmosphäre des Films zu passen. Die Drehorte - bei diesem Film neben Leichlingen auch Lindlar - und alle anderen Voraussetzungen für insgesamt zwölf Drehtage mussten die Studenten selber schaffen und organisieren. Dazu zählte zum Beispiel auch, die Drehgenehmigung für Schüler und Kinderdarsteller Joshua in einem aufwändigen Genehmigungsverfahren bei der zuständigen Bezirksregierung zu bekommen.

Einzig die technische Ausrüstung stammte von der ifs. Sie tritt zudem als offizieller Produzent des Filmes auf und stellte den Filmhochschülern mit Martin Kopischke einen Herstellungsleiter zur Seite. "Bei einer Profiproduktion sieht es keinen Deut anders aus als hier", sagte Kopischke gestern angesichts der konzentrierten Arbeit der Nachwuchsfilmer anerkennend.

Das Ergebnis wird später möglicherweise bei Filmfestivals oder studentischen Filmnächten zu sehen sein. "Außerdem ist das Werk natürlich eine gute Referenz für die Studenten, wenn sie sich bewerben", sagte der Herstellungsleiter. Derzeit sei die Konjunktur für Filmschaffende hervorragend, speziell in Köln als Filmhochburg ein guter Standort für die Hochschulabsolventen.

Seit 2002 nimmt die ifs alle zwei Jahre pro Studienschwerpunkt jeweils acht bis zehn Studenten auf, die ihr Studium in Kooperation mit der Technischen Hochschule Köln mit einem "Bachelor of Arts" abschließen.

Die Filmschule steht in dem Ruf, eine der besten in Deutschland zu sein. In der Kategorie "Foreign Film" gewann ihr Abschlussfilm "Die Schaukel des Sargmachers" 2012 sogar den Studenten-Oskar in Bronze.

Quelle: RP
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