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Leichlingen/Rhein-Berg
Kreis senkt die Umlage - und doch zahlt Leichlingen drauf

Leichlingen/Rhein-Berg. Mit breiter Mehrheit hat der Kreistag des Rheinisch-Bergischen Kreises den Etat für das Jahr 2018 beschlossen. Im Kreishaus wurde dazu gestern in einer Mitteilung vor allem betont, dass der Kreisumlagesatz, den die einzelnen Kommunen zahlen müssen, erneut sinke, "diesmal sogar um 3,45 Prozent". Das entspreche 13,1 Millionen Euro: "Damit schafft der Kreis ein wenig mehr Spielraum in den Haushalten der Städte und Gemeinden", heißt es.

Genau das bezweifelt allerdings Leichlingens Bürgermeister Frank Steffes. Er wies, wie bei anderer Gelegenheit zuvor auch Stadtkämmerer Thomas Knabbe, darauf hin, dass die Stadt unterm Strich sogar mehr Geld zahlen müsse, als bisher.

"Uns hätte es mehr geholfen, wenn der Kreis die Senkung der Umlage des Landschaftsverbands Rheinland direkt an die Städte weiterleiten würde", sagte Steffes gestern auf Anfrage. Für das kommende Jahr muss der Kreis 6,3 Millionen Euro weniger an den LVR überweisen, für 2017 erhält er rückwirkend 2,9 Millionen Euro zurück.

Geld, dass die Städte dringend benötigten, meinte die SPD und stellte einen entsprechenden Antrag. Sie wurde im Kreistag indes überstimmt.

(peco)
 
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