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Leichlingen
Bad-Schließung: Rat tagt am Freitag

Leichlingen: Rat tagt in einer Sondersitzung zum Blütenbad
Sonderaktionen wie hier beim Spielefest locken immer wieder auch junge Besucher ins Schwimmbad. Auch sie müssen demnächst in andere Städte ausweichen. FOTO: uwe miserius (archiv)
Leichlingen. In einer öffentlichen Sondersitzung will sich der Stadtrat mit der Sanierung des Hallenbades befassen. Von Bernd Rosenbaum

Um die drohende mehrmonatige Schließung des Hallenbades soll es in einer Sondersitzung des Rates am Freitag, 23. März, um 17 Uhr gehen. Bürgermeister Frank Steffes entsprach damit einem Antrag von SPD und Linken.

Die offizielle Stellungnahme der Leichlinger Bäderbetriebs- und Beteiligungs-GmbH (LBB) von gestern zur möglichen Bad-Schließung ist nicht aufschlussreich. Darin bestätigt die Geschäftsführung nur, "dass das Bad möglicherweise aus Sicherheitsgründen geschlossen werden muss", um notwendige Sanierungsarbeiten durchführen zu können. 

So voll ist es im Blütenbad, wenn der Leichlinger Schwimmverein Wettkämpfe ausrichtet. Eine Sperrung wäre für den beliebten und gut besuchten Club eine Katastrophe. FOTO: Uwe Miserius

Dagegen waren die Informationen, die die SPD aus der nicht-öffentlichen Aufsichtsratssitzung an die Öffentlichkeit dringen ließ, konkreter. Da war von mindestens sechs Monaten Schließung und einem Kostenaufwand von etwa 500.000 Euro die Rede. Die Zahl stammt aus einem einige Monate alten Gutachten, in dem es um die notwendige Sanierung des Betons an den Schwimmbecken geht, konkretisierte Steffes auf Anfrage.

Ob es damit getan ist, sei noch unklar. "Wir müssen jetzt schnell entscheiden, ob wir eine Kernsanierung durchführen wollen oder einen Neubau errichten", fügte der Bürgermeister hinzu, der zugleich auch Aufsichtsratsmitglied der LBB ist. Der Aufsichtsrat empfahl bereits im vergangenen Jahr dem Rat einen Neubau am bisherigen Standort.

Die jetzt in Frage stehende Sanierung macht nur bei einem Neubau an einem anderen Standort Sinn, damit der Badebetrieb bis zu dessen Fertigstellung aufrecht erhalten werden kann, für den sicherlich mehrere Jahre ins Land gehen. Entschließt man sich hingegen für eine Kernsanierung, bleibt es sicher nicht bei 500.000 Euro. Der Leichlinger Schwimmverein fürchtet um den Vereinsbetrieb, wenn das Bad geschlossen werden muss.

"Ob das Hallenbad mit Beginn der Freibadsaison Anfang Mai ganz oder teilweise schließen muss und wie lange, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest und hängt mit der weiteren Verfahrensweise zusammen", teilte die LBB gestern weiter mit. Derzeit werde geprüft, welche Maßnahmen erforderlich seien, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. "Selbstverständlich wird dies entsprechend den Empfehlungen der Fachleute entschieden, die die (Teil-)Schließung des Hallenbades im Mai befürworten", erklärte LBB-Geschäftsführerin Alice Bosch. Es werde auf jeden Fall alles getan, um den Badbetrieb so weit wie möglich aufrecht zu erhalten, ohne die Sicherheit von Badegästen und Mitarbeitern zu gefährden.

Anmerkung der Redaktion: In einer alten Version dieses Berichtes hatte es geheißen, Bürgermeister Steffes sei Vorsitzender des Aufsichtsrates der LBB. Diese Information war falsch, Bürgermeister Frank Steffes ist Mitglied des Aufsichtsrates der LBB. Den Vorsitz hat Uwe Bräutigam.

Quelle: RP
 
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