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Leichlingen
Großer Spaß beim Lauf um die Sengbach-Talsperre

Der Sengbach-Talsperrenlauf 2016 in Leichlingen
Der Sengbach-Talsperrenlauf 2016 in Leichlingen FOTO: Miserius, Uwe
Leichlingen. Der Sengbachlauf ist und bleibt ein Aushängeschild des Leichlinger Sportkalenders. Die Laufabteilung des TV Witzhelden lockte mit der attraktiven Streckenführung rund um die Trinkwassertalsperre wieder zahlreiche Ausdauersportler, darunter Läufer aus Mittelfranken und Potsdam ins Höhendorf. Von Ralf Seck

Natürlich wollten sich auch viele Leichlinger im Kampf um gute Platzierungen messen. Moritz Krause (9) etwa, Mittelfeldakteur in der E-Jugend des SC Leichlingen, bewies mit seinem Sieg bei der Sengbachmeile über 1,6 km, dass er nicht nur mit dem Ball umgehen kann: "Ich wollte vom Start weg an erster Position laufen und dann das Tempo halten. Aber der Lauf war anstrengend, besonders der Anstieg zurück zum Ziel." Bei den Mädchen siegte Jule Bublitz vom TV Witzhelden. Zu einem Kuriosum kam es dann beim 3 km-Jedermannlauf, als man die führenden Sportler irrtümlich zu früh auf den Rückweg schickte, bevor für die anderen Teilnehmer der richtige Wendepunkt genutzt wurde. Paul Stoffels (13) aus Witzhelden war dann auch ein bisschen enttäuscht: "Ich wäre wirklich gerne die kompletten 3 km gelaufen, aber es war trotzdem schön." Die Organisatoren entschlossen sich dann kurzfristig, zwei Siegerehrungen durchzuführen und den "Wendepunkt-Opfern" die Startgebühr für das kommende Jahr zu erlassen.

Birgit Lennartz aus St. Augustin, die seit Jahrzehnten die Langstreckenszene in Deutschland mitbestimmt und mehrfach auf verschiedenen Strecken im Höhendorf gewinnen konnte, zeigte bei der "Sengbachrunde" über 11,3 km, dass sie es mit den jüngeren Damen immer noch aufnehmen kann und sicherte sich den zweiten Platz in der Gesamtwertung.

Beim Halbmarathon gab es einen weiteren Leichlinger Sieger zu bejubeln: Gebremeskel Weldey aus Eritrea sicherte sich mit satten vier Minuten Vorsprung den Sieg für den Leichlinger TV. Ebenfalls 21,1 km legte Thomas Hillecke (46) zurück. Der Oberbrandmeister des Löschzugs 1 in Leichlingen lief 15 Jahre lang die "Sengbachrunde", nun stand die Premiere über die doppelte Distanz an: "Die Strecke ist ja wirklich schön, aber 420 Höhenmeter auf den zwei Runden sind schon anstrengend, trotzdem macht es mir Spaß. Ich komme jedes Jahr gern hierher, auch weil ich immer alte Laufkollegen treffe. Im nächsten Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei, und zwar beim Halbmarathon."

Gleich drei Runden mussten die "Dreiviertel-Marathonis" zurücklegen. Die Distanz über 30,9 km wurde von Nikki Johnstone (Düsseldorf) mit der Klassezeit von 1:54 Stunden dominiert.

Lauftreffleiter Bernd Munk war mit den Meldezahlen zufrieden: "Wir sind immer froh, wenn wir die 600 Teilnehmer-Marke überschritten haben, damit wir kostendeckend arbeiten können. Und auch das klappt nur dank der 95 ehrenamtlichen Helfer."

Alle Ergebnisse können unter www.mikatiming.de aufgerufen werden.

 

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