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Leverkusen
Leichlingens Zukunft auf 23 Seiten

Leverkusen: Leichlingens Zukunft auf 23 Seiten
Öffnung zur Wupper und den Kaufkraftabfluss reduzieren - das sind zwei Ziele des Leichlinger Leitbil-Entwurfs der Kölner Dr. Jansen GmbH. FOTO: Miserius
Leverkusen. Das Gutachten zur Innenstadtentwicklung liegt vor, die Politik berät im September in mehreren Sitzungen darüber. Von Peter Clement

Grün ist bekanntlich die Hoffnung: Und vielleicht haben die Autoren des "Neuen Leitbilds für die strategische Stadtentwicklung in der Blütenstadt Leichlingen" ja genau diesen Effekt mit ihrer Farbgebung im Sinn gehabt.

Grün ist jedenfalls die entscheidende Farbe auf dem 23 Seiten umfassenden Gutachten, das die Stadt jetzt vorliegen und bereits auf ihrer Internetseite veröffentlicht hat. Bürgermeister Frank Steffes (SPD) betonte am Donnerstag im Gespräch mit unserer Redaktion, dass es sich "hierbei lediglich um einen Entwurf handelt, der nun in den Gesprächen mit der Politik erst einmal weiter entwickelt werden muss".

Die Textfassung baue auf den Themenfeldern auf, die in den vorangegangenen Umfragen und Bürgerveranstaltungen im April und Juli 2017 gemeinsam mit den Bürgern erarbeitet worden seien. Dabei werden grundsätzliche Ziele, jedoch keine konkreten Maßnahmen, über einen Zeitraum von etwa 20 Jahren für verschiedene Themen festgelegt.

Wohnen

Die Vorteile von ländlichen und urbanen Wohnformen sollen künftig stärker positiv hervorgehoben werden. Trotz der Ausweisung neuer Wohnbauflächen ist die Stadt Leichlingen bestrebt, den Verbrauch an Grün- und Freiflächen möglichst gering zu halten.

Wirtschaft

Leichlingen will im Rahmen sei-ner Möglichkeiten die Zukunftsbranchen aktivieren und die gute digitale Infrastruktur (Breitband) zur Ansiedlung von Unternehmen nutzen. Eine wichtige Zielgruppe sind technologieorientierte Unternehmen Ein weiteres Ziel ist die Etablierung Leichlingens als Standort mit nachhaltigem Tourismus, gesunder, bewusster Ernährung mit lokalen Produkten, hochwertigen Gesundheitseinrichtungen und Bewegungsangeboten in der Natur. Insgesamt soll die Stadt eine Wohlfühlatmosphäre ausstrahlen.

Versorgung

Die Innenstadt soll städtebaulich aufgewertet werden, etwa mit einer Öffnung der Stadt zur Wupper. "Durch die Nutzung leerstehender Ladenlokale und die qualitative Verbesserung des Einzelhandelsangebots entsteht ein behutsamer quantitativer Ausbau der Versorgung", heißt es in dem Entwurf der Gutachter. Ziel sei es, den Kaufkraftabfluss zu reduzieren.

Energie

Leichlingen verpflichtet sich im Rahmen seiner Möglichkeiten zu einem sorgsamen Umgang mit Energie, zur Unterstützung des Klimaschutzes, zur Steigerung der Energieeffizienz und zur bestmöglichen Nutzung regenerativer Energieerzeugung.

Mobilität

Die Stadt will sich für die Förderung einer klimafreundlichen, sicheren, zuverlässigen und damit zukunftsträchtigen Mobilität einsetzen. Speziell an die Bedürfnisse Leichlingens angepasst, könnte am Bahnhof eine (E-)Car-Sharing-Station errichtet werden. Ergänzende (E-)Bike-Sharing-Angebote sollten sowohl in Leichlingen als auch in Witzhelden eingeplant werden.

In der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung (ASW) sowie Strategie, Kultur und Soziales (SKS) am 14. September und in der Sitzung des Rates am 28. September wird das Gutachten politisch beraten.

Die Stadt kündigt zudem an, in einer nächsten Innenstadtkonferenz sollten mögliche Maßnahmen mit interessierten Bürgern entwickelt und diskutiert werden. Ein Termin dafür steht allerdings noch nicht fest.

Quelle: RP
 
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