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Leichlingen
Leichlinger "gründen" ersten Beachclub

Leichlingen: Leichlinger "gründen" ersten Beachclub
RP-Leserin Gudrun Orlowski hat für unsere Bilderserie "Sehenswertes Leichlingen" diesen "Beachclub" fotografiert und schreibt dazu: "Dieses kleine Waldschwimmbad ist mein Geheimtipp für heiße Tage. Rundherum Natur pur. Das Wasser ist erfrischend und man findet dort Ruhe." FOTO: Gudrun Orlowski
Leichlingen. Die auf Facebook verbreitete Idee, an der Wupper einen Beachclub zu eröffnen, stößt auf große Resonanz. Sogar Europaabgeordneter und Landtagsmitglied träumen mit. Der Bürgermeister fragt aber nach Fakten im realen Raum. Von Gundhild Tillmanns

Virtuell gibt es den Beachclub Leichlingen schon, faktisch bisher nur auf Facebook, allerdings mit steigender Beliebtheit. So waren der auf Facebook verbreiteten Idee, einen Beachclub an der Wupper zu gründen, nach nur zwei Stunden bereits 78 Mitglieder beigetreten. Bis gestern Mittag waren es schon 794 - und auch Bürgermeister Frank Steffes hatte sich angeschlossen.

Den Auftakt für die öffentliche Facebook-Gruppe Beachclub Leichlingen hatte ein Blütenstädter am 27. Mai gemacht mit einem Foto von einem exotischen Beachclub bei Nacht und der Aufschrift Leichlingen.

Unter diesem Logo diskutiert die öffentliche Facebook-Gruppe Beachclub Leichlingen ihre Idee. Gestern Mittag hatte die Gruppe bereits 749, teilweise auch prominente Mitglieder. FOTO: Facebook

Damit hat er einen Hype ausgelöst, der unvermindert anhält und auch längst die gesamte Ortsprominenz erfasst hat. Denn zu der Gruppe, die jetzt von einem Beachclub an der Wupper träumt, gehören auch etliche Ratsherren, aber auch Europaangeordneter Herbert Reul oder Landtagsmitglied Rainer Deppe. Bürgermeister Frank Steffes belässt es aber nicht beim bloßen Träumen von einem Beachclub. Er schreibt bei Facebook: "OK - dann gehen wir mal in medias res, also: Fläche, Investor, Betreiber...?", fordert er die Mitdiskutanten in diesem Forum auf.

Während allerdings von solchen faktischen Grundlagen nur geträumt wird, so gibt es schon ein reales Logo für den Leichlinger Beachclub, ebenfalls auf der Facebookseite: Eine Palme ist darauf zu sehen mit der Aufschrift "Wunderbar Beachclub Leichlingen" - und in dem W von Wunderbar steckt ein Cocktailglas.

Freibäder im Bergischen Land FOTO: Ralph Matzerath

Auch Standortvorschläge gibt es schon für eine solche "Wunderbar", beispielsweise am Bootsanleger am Brückerfeld. Ein Mitglied der öffentlichen Facebook-Gruppe fragt allerdings: "Wo ist der Sand?" Seine Frage bleibt zwar (vorerst) unbeantwortet. Derweil schlägt eine Leichlingerin vor, zur Durchsetzung der Beachclub-Idee auch gleich die Nachbarstädte Langenfeld und Solingen mit einzubinden. Ähnlich wie der Bürgermeister gibt es noch weitere "Euphoriebremser", wie sich ein Schreiber selbst bezeichnet. Er fragt: "Habt ihr euch schon Gedanken über die Gesellschaftsform gemacht? GmbH, oder wie wäre es mit einem eingetragenen Verein, dessen Gewinne dann gemeinnützig verwendet werden können? Und wer macht den Chef? Wer trägt das unternehmerische Risiko?"

Und schon schlägt eine Leichlingerin einen Arbeitskreis vor, der sich um den Beachclub kümmern soll. Ein anderer regt an, doch einfach mal einen Testlauf mit dem Stadtparkcafé zu versuchen - zunächst mal ohne Sand. Ein DJ und Event-Planer bietet sogar schon seine Dienste für den Club an, den es noch gar nicht gibt. Ein anderer Blütenstädter postet ein schönes Foto vom Leichlinger Freibad. Das sei doch schon eine Art von Beachclub. Der Hype im Netz geht weiter, immer mehr Leichlinger schließen sich der Facebook-Gruppe an. Und es gibt auch schon einen mobilen Lösungsvorschlag anstelle eines stationären Beachclubs: nämlich eine Bar in einem VW-Bus - andernorts schon erfolgreich unterwegs.

Quelle: RP
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