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Leichlingen
Leichlinger Grundschulen werden immer kleiner

Leichlingen: Leichlinger Grundschulen werden immer kleiner
FOTO: Miserius, Uwe (mise)
Leichlingen. Die Anmeldezahlen sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Von Peter Korn

Es ist erst ein paar Jahre her, da wurde in der Stadt noch heftig darüber diskutiert, ob der katholischen Grundschule Kirchstraße gestattet werden solle, mit vier Eingangsklassen ins neue Schuljahr zu starten. Die Bekenntnisschule musste damals zwar dreizügig bleiben, durfte aber bis zu 15 Klassen bilden. "So kann einzelnen Jahrgängen, in denen es besonders viele Anmeldungen gibt, Rechnung getragen werden, ohne gleich die komplette Struktur verändern zu müssen", erläuterte Schuldezernent Ingolf Bergerhoff damals. Denn die Anmeldezahlen würden in den kommenden Jahren unweigerlich sinken.

Bergerhoff hat Recht behalten: Waren es 2009 noch um die 90, so haben sich für das kommende Schuljahr gerade 40 Grundschüler an der Kirchstraße angemeldet. Und es nicht die einzige Schule, die mit Rückgängen zu kämpfen hat.

Für die städtische Grundschule Uferstraße haben sich in diesem Sommer gerade einmal 36 Kinder entschieden - beziehungsweise deren Eltern. Noch ist vielen der Streit um die so genannte Rhythmisierung des Unterrichts in Erinnerung. Bei dieser Gestaltung des Schultags wechseln sich Unterrichts- und Freizeitphasen über den ganzen Tag verteilt miteinander ab, so dass sich das Lernen entspannt. Sie setzt aber zugleich voraus, dass alle Kinder verbindlich im Ganztag unterrichtet werden. Davon verabschiedete sich die Schule im vergangenen Jahr - und läuft jetzt im Mini-Modus.

Schuldezernent Ingolf Bergerhoff glaubt jedoch nicht, dass der Verzicht auf das Alleinstellungsmerkmal Rhythmisierung für den Rückgang verantwortlich ist. "Im Schulentwicklungsplan haben wir Schülerzahlen vorausgesagt, die mit den jetzt tatsächlichen ziemlich genau übereinstimmen", sagte er auf Anfrage. Und das deute darauf hin, dass die Entwicklung eben eher mit demographischem Wandel zu tun habe als mit lokalen Gründen.

In Witzhelden werden im kommenden Schuljahr übrigens voraussichtlich 31 i-Dötzchen eingeschult, in der Schule Bennert sind es 37.

Zu den Gewinnern zählt die Grundschule Büscherhof. Sie kann mit 46 Neuzugängen sogar einen leichten Anstieg verzeichnen.

28 Kinder gehen an auswärtige Schulen. Laut Bergerhoff sind es vor allem Kinder aus Familien, die in den Randbezirken der Stadt wohnen und es nicht weit nach Leverkusen oder Solingen haben. Einige Familien verlassen Leichlingen auch ganz.

Quelle: RP
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