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Leichlingen
Leichlinger Jecken rücken zusammen

Leichlingen. Ausverkauft und klein statt groß und halbleer - die Prinzenproklamation in Haus Klippenberg begeisterte die Narren. Von Ina Bodenröder

Kurze Schrecksekunde bei der Proklamation des Leichlinger Prinzenpaares Elvis und Tanja am Samstagabend: Als Bürgermeister Frank Steffes und Willi Kallert, Präsident der Vereinigung Leichlinger Karneval (VLK), den designierten Tollitäten die Insignien der Macht für die neue Session übereichen wollten, war das Zepter weg.

Die Pfauenfedern hatte Elvis wohl sicherheitshalber schon beim Einzug in den Saal auf dem Kopf, die konnte ihm niemand mehr nehmen. Eine kurze Suche hinter der Bühne löste das Problem indes recht flott, so dass Elvis und Tanja nun auch offiziell seit Samstag Prinz und Prinzessin der laufenden Karnevalssession sind.

Zum Kreis der erlauchten Tollitäten gehört seither auch das Kinderprinzenpaar Jonas und Nina. Sie hatten schon vor den Erwachsenen die Herzen der fast 200 Karnevalisten in Haus Klippenberg erobert, als sie mit Schifferklavier und Gesang zum ersten Mal ihr Bühnenprogramm präsentierten. "Die beiden waren so aufgeregt, haben das aber super gemacht", bescheinigte ihnen ihr Prinzenführer Nikolas Hammerstein.

Willi Kallert zeigte sich im Nachhinein auch von den Unterhaltungsqualitäten des großen Prinzenpaares begeistert: "Was in Leichlingen doch für karnevalistische Talente schlummern, man muss sie nur entdecken", sagte er über Tanjas und Elvis´ Fähigkeit, die Zuhörer mit ihrer guten Laune anzustecken.

Die beiden Rock'n' Roll-Fans hatten Chuck Berrys Hit "Johnny B. Goode" kurzerhand in "Go Prinzenpaar Go" umgedichtet und dazu mit ihrer Gefolgschaft eine flotte Sohle auf die Bühne gelegt.

Gut angekommen ist bei den Karnevalisten offenbar auch der Wechsel des Veranstaltungsortes für die Proklamation von der Aula des städtischen Gymnasiums nach Haus Klippenberg.

Das VLK hatte extra einen Bustransfer organisiert, der die Jecken nach Oberbüscherhof und später auch wieder nach Leichlingen und Witzhelden brachte. "Das ist sehr gut angenommen worden, die Leute waren begeistert", erzählte Willi Kallert. Auch den Saal als Alternative zur Aula bewertete er positiv: "Ich habe es lieber kleiner und voll als groß und halb leer", spielte er darauf an, dass die Karten am Samstagabend restlos ausverkauft waren. Seine Einschätzung teilten auch Birgit Schwaller vom Damenelferrat des Festkomitees Leichlinger Karneval und Markus Manderscheid, Literat der Kleinen Karnevalsgesellschaft Kirchstraße. "Es ist eine sehr gemütliche Atmosphäre hier, wir rücken näher zusammen", sagte Schwaller.

"Der Wechsel ist gelungen", bestätigte Manderscheid. Für einen echten Karnevalisten sei der Ort allerdings sowieso egal, Hauptsache, das Programm stimme. Daran bestand am Samstag kein Zweifel.

Quelle: RP
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