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Leichlingen
Leichlinger Malermeister "auf Streife"

Leichlingen: Leichlinger Malermeister "auf Streife"
Werbetechniker Denis Jörgens und Maler Lutz Gusowski (r.) zeigen das Firmenfahrzeug des Malermeisters, das ganz bewusst ähnlich zu einem Streifenwagen gestaltet wurde. Ob's erlaubt ist, das hat vorher ein Anwalt geklärt. FOTO: Ina Bodenröder
Leichlingen. Der Firmenwagen von Maler meister Lutz Gusowski gleicht - aus etwas Entfernung - einem Polizeistreifenwagen. Ein bisschen Absicht steckt schon dahinter, sagt der Maler. Denn die Wiedererkennung als Unternehmen sei extrem hoch. Von Ina Bodenröder

Im Straßenverkehr haben ihm in letzter Zeit erstaunlich viele Autofahrer den Vortritt gelassen und um ihn herum fährt so mancher auffallend vorschriftsgemäß. Das könnte damit zu tun haben, dass sich der Leichlinger Lutz Gusowski seinen Firmenwagen wie ein Polizeiauto hat bekleben lassen. Natürlich nicht genauso wie die Ordnungshüter, aber zumindest so, dass es auf die Entfernung ziemlich echt wirkt.

"Ich habe so einen Wagen für ein Unternehmen aus einer anderen Branche in Berlin gesehen, das hat mich auf die Idee gebracht", erzählt der Malermeister, wie das Projekt im Laufe des vergangenen Jahres gereift ist. Was er damit bezweckt? "Die Wiedererkennung als Unternehmen ist viel höher als bei normaler Werbung. Mein Auto prägt sich einfach ein", merkt Gusowski aus der bisherigen Erfahrung heraus an. Statt dem Schriftzug "Polizei" prangt seine Internetadresse auf der Motorhaube, der Fahrer- und der Beifahrertür.

Zusätzlich hat er sein normales Logo in die Autoscheiben kleben lassen. Die Kundengewinnung funktioniert damit offenbar gut, neue Aufträge führt er auch auf den mobilen Hingucker zurück. Manchmal stellt er den Wagen auch einfach an einer viel befahrenen Kreuzung an seiner Werkstatt ab und bemerkt, wie er die Blicke der Autofahrer vor der Ampel auf sich zieht. Die blau-weiß-gelbe Beklebung hat er bei der Burscheider Firma dc werbewerk machen lassen. "Das ist schon etwas Besonderes, das haben wir hier so auch noch nicht erlebt", erzählt Werbetechniker Denis Jörgens. Schon beim Bekleben in der Werkstatt sei er auf dieses Projekt angesprochen worden, der vollflächige Digitaldruck fällt auf.

Erlaubt ist das Ganze im Übrigen auch, selbst, wenn es dazu bereits kritische Nachfragen gab. "Die Farbe "Polizei-blau" ist nicht geschützt, wohl aber die Wortmarke "Polizei", klärt Jörgens auf. Für die weißen unterbrochenen Streifen hat er eine einfach reflektierende Folie verwendet. "Die Polizei aber hat ein Wabenmuster in den Streifen. Das ist nur für Einsatzwagen erlaubt", informiert der Werbetechniker.

Auch Lutz Gusowski hat sich vorher bei einem Rechtsanwalt erkundigt, ob er von weitem wie ein Ordnungshüter daherkommen darf. "Die rechtliche Grundlage habe ich geklärt. Es ist definitiv keine Amtsanmaßung", berichtet er. Im Übrigen hätten ihn in dem Fall bestimmt schon echte Polizisten angehalten. "Aber die gucken ebenfalls interessiert und fahren dann meist schmunzelnd weiter", erzählt der Leichlinger Maler.

Ein neues Projekt, diesmal mit seinem großen Transporter, hat er bereits ins Auge gefasst. Auch diesmal soll es wieder ein echter Hingucker werden. "Das ,Polizeiauto' aber bleibt das Einzige", sagt Lutz Gusowski.

Quelle: RP
 
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