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Innenstadtkonferenz
"Mit der Lupe" auf die Innenstadt geblickt

Innenstadtkonferenz: "Mit der Lupe" auf die Innenstadt geblickt
Auch ein Bestandteil der Innenstadt-Konferenz: die Brückenstraße und die Einmündung zum Pastorat. FOTO: uwe miserius
Leichlingen. Bei der zweiten Leichlinger Innenstadtkonferenz ging es auch um die Sorgen und Nöte einzelner. Die Resonanz war gut. Von Peter Clement

Wie viel Auto verträgt die Brückenstraße? Wie kann Schülern der Weg zum Pastorat und zur Brücke am Schulzentrum erleichtert werden? Und was wünschen die Geschäftsleute? Auf fünf Arbeitsgruppen hatten sich die Teilnehmer der zweiten Leichlinger Innenstadtkonferenz verteilt und damit auf fünf Klassenräume, denn die Veranstaltung fand in der Realschule an der Wupper statt.

Rund 100 Teilnehmer nutzten das Angebot, einmal deutlich zu machen, was ihnen persönlich in ihrer Innenstadt für die Zukunft wichtig ist. Das konnte im großen Rahmen geschehen, indem die Teilnehmer wie eine Art Stadtplaner auf bereitgestellten Plakaten mit Klebe-Buttons oder Stiften vermerkten, was sie in ihrer Stadt verändern möchten. Aber auch der Blick mit der Lupe auf einzelne Kreuzungen und Straßen war möglich.

Und manchmal brachten die Vorstellungen interessante Konstellationen ans Tageslicht, wie eine Gruppenleiterin gestern im Gespräch mit unserer Redaktion noch einmal betonte: "Da ist zunächst vielleicht der Radfahrer, der eine bestimmte Kreuzung aus seiner eigenen Wahrnehmung verändern möchte", schilderte sie. Wenn dann aber ein Fußgänger oder Geschäftsleute, die auf Parkplätze angewiesen seien, zu derselben Kreuzung ihre Auffassungen bekannt geben, entstehe ein spannender Austausch. Und am Ende rücke der Radfahrer vielleicht von seiner Maximalforderung ab, die Brückenstraße zur Fußgängerzone zu machen.

Genau diese Momente habe es bei der Innenstadtkonferenz immer wieder gegeben, heißt es aus dem Rathaus. Nun werde alles dokumentiert und in den weiteren Prozess eingebracht. Bereits im April und Juli hatten viele Leichlinger über relevante Themen der Stadtentwicklung im Rahmen der ersten Innenstadtkonferenz diskutiert.

Mit dem Leitbild und dem Integrierten Handlungskonzept soll die Stadt Leichlingen ein langfristig tragfähiges Profil erhalten und die Innenstadt zukunftsfähig gestaltet werden. Das Konzept sei "eine wichtige Voraussetzung für die Beantragung von Städtebaufördermitteln des Landes", erläutert die Stadtverwaltung.

Bürgermeister Frank Steffes (SPD) nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil. Er zeigte sich erfreut darüber, dass neben den üblichen Interessenvertretern auch einfache Bürger gekommen seien, sich zu informieren und mitzugestalten: "Genau so", sagt Steffes, "haben wir es uns gewünscht."

Quelle: RP
 
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