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Leichlingen
Mit Lila bei der Bepflanzung farbige Akzente setzen

Leichlingen: Mit Lila bei der Bepflanzung farbige Akzente setzen
Ulrike Porten vom Gartencenter Porten zeigt die Trends für den Grabschmuck in diesem Jahr. Zum Beispiel Engel. FOTO: Uwe Miserius
Leichlingen. Kurz vor Allerheiligen herrscht in Friedhofsgärtnereien und bei Floristen Hochbetrieb. Die Gräber müssen hübsch hergerichtet, die Gärten winterfest gemacht werden. Gärten, Gräber und Gestecke dürfen bunt gestaltet werden. Sogenannte Exoten sind zurzeit besonders nachgefragt. Und die Farbe Lila. Von Cristina Segovia-Buendía

In Friedhofsgärtnereien herrscht zurzeit Hochbetrieb: Vor Monatsende, pünktlich zu Allerheiligen am 1. November, sollen die Gräber wieder hübsch hergerichtet sein. Das bedeutet: Sommerbepflanzung raus, winterfeste Stauden und Gräser rein. Doch auch der heimische Garten sollte, wenn nicht schon längst geschehen, winterfest gemacht werden. In beiden Fällen lautet die Devise: Möglichst viele farbliche Akzente setzen.

Sind es traditionell eher rote und orangefarbene Töne, die Herbst und Winter bestimmen, zeichnet sich ein neuer Trend ab, sagt Christian Reese, Inhaber von Floristik Rosamunde: "Bepflanzte Schalen und Gestecke mit kleinen Betonengeln sind nach wie vor sehr gefragt. Eine besonders trendige Farbe in dieser Saison ist Lila." Die Form der Gestecke hat sich ebenfalls leicht verändert. Mittlerweile, bestätigt Reese, gebe es diese in Herz- oder S-Form, quadratisch oder als Raute aus Reben geflochten.

Hinein kommt häufig dreifarbige Heide (calluna vulgaris) in Rot, Lila und Gelb. Eine Pflanze, die ihr Image als reine Friedhofspflanze längst abgeschüttelt hat. Immer häufiger ist die Heide in Gestecken und in Balkonkästen zu finden. "Chrysanthemen in allen Varianten bringen außerdem weitere Farben in die Grabbepflanzung oder in den Wintergarten", sagt Reese.

Da die Winter aber längst nicht mehr so kalt sind wie früher, macht der Fachmann auf eine ausreichende Bewässerung aufmerksam. Bei milden Temperaturen trocknen die Gestecke schnell aus. Zumindest jene, die nicht trocken auf Holz getackert sind. "Die halten aber auch nicht so lange wie die Gestecke mit Wasserkontakt."

Ulrike Porten vom gleichnamigen Gartencenter beobachtet einen weiteren Trend: "Wegen der vielen Urnenbestattungen werden die Gestecke immer kleiner und moderner gestaltet, mit getrockneten Exoten zum Beispiel." Trockenblumen wie Mohn, Schilf oder Lotuskolben gehören ebenso dazu wie getrocknete Früchte oder Nussschalen, Tannenzapfen und Fruchtstände, die sich mit Moos, Beeren und Gräsern wunderbar kombinieren lassen. Saftiges Tannengrün ist weiterhin ein Klassiker.

Doch nicht nur die Gräber werden zu Allerheiligen bei den Katholiken und zum Totensonntag bei den Protestanten hergerichtet. Auch um die heimische Wohlfühl-oase müssen sich die Hobbygärtner der Blütenstadt jetzt kümmern. Noch vor dem ersten Nachtfrost sollte die Sommerbepflanzung ins Winterlager verfrachtet und die Erde der Beete mit dem Spaten ordentlich aufgelockert werden und mit einer schützenden Schicht Pinienrinde abgedeckt sein.

Wie nach einer verlorenen Schlacht - platt und leer gefegt - muss es aber nicht aussehen. Neben der bereits erwähnten Heide werden gerne Beerensträucher, winterfeste Gräser, Heuchera und silbrig schimmerndes Gitterkraut - im Volksmund auch Stacheldraht genannt - oder Silberblatt verwendet, die aussehen, als habe der Frost sie vereist.

Unterschiedliche Beläge, rot-braune Pinienrinde, weißer Kies, kleinere und größere Steine oder Wurzeln geben dem Ganzen noch einen zusätzlichen Pfiff.

Quelle: RP
 
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