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Leichlingen
Mobilshow: Hybrid ja - Elektroauto nein

Leichlingen. Bei der 13. Auflage der Präsentation im Brückerfeld verzichteten die Händler auf E-Autos. Grund: Es gibt keine Käufer. Von Petra Schneider

Die Leichlinger Mobilshow - so überschaubar sie mit rund 100 Fahrzeugen auch ist -scheint ein guter Spiegel des deutschen Automobilmarktes zu sein: Die viel gepriesenen Elektro-Autos, die der Staat beim Kauf finanziell aktuell mit 4000 Euro bezuschusst, um mehr von ihnen auf die Straße zu bringen, haben sich offenbar bislang nicht durchgesetzt.

Auch am Wochenende waren sie nicht zu finden, ins Brückerfeld hatten hingegen gleich mehrere Händler ihre Hybrid-Fahrzeuge mitgebracht. "Die Nachfrage nach den Elektro-Autos ist noch recht schleppend, wir hatten uns mehr erhofft", sagte Automobilkaufmann Jan Pilnei vom Leverkusener Autohaus Schäfer und präsentierte stattdessen ein Hypridfahrzeug von Hyundai.

Ähnlich hielt es die Firma Lackmann, die Autos von Toyota und Seat vorführte. "Die E-Autos sind total im Keller, aber für unsere Hybrid-Motoren haben wir eine gute Nachfrage", bestätigte Vertriebsleiter Uwe Albrecht. Umweltbewusste Käufer gebe es en masse, aber alltagstauglich müssten die Fahrzeuge eben auch sein.

Und in noch einem waren sich die Anbieter einig: Die Mobilshow in Leichlingen ist für sie ein gutes Pflaster, um ihre aktuellen Modelle zu zeigen. "Es ist eine schöne Schau zum Saisonstart, sehr familiär. Dadurch können wir angenehme Gespräche führen und tatsächlich detailliert über die Wagen informieren", verglich Abrecht die Veranstaltung mit überlaufenen Autoshows in anderen Städten. Das unterstrich auch sein Standnachbar Markus Meyer von Fischer & Böhm mit Mitsubishi und Honda im Angebot: "Wir sind von Anfang an dabei. Viele der Kunden sind irgendwann von Solingen nach Leichlingen gezogen, so dass es sehr interessant für uns ist, sich hier zu zeigen", sagte Meyer. Das Autohaus Fischer und Böhm, das in Solingen und Leverkusen ansässig ist, nahm die Leichlinger Kunden damit sozusagen gleich von zwei Seiten in Beschlag. "Für uns ist das hier ein Top-Gebiet", sagte Markus Meyer. Für das Autohaus Schäfer, das Leichlingen ebenfalls seit rund zehn Jahren die Treue hält, steht die Präsenz im Vordergrund. "Der Aufwand ist schon recht hoch. Doch wir wollen uns zeigen, die Nähe zum Kunden haben und ihn beraten", sagte Jan Pilnei. Immerhin 18 Autos hatte der Händler im Angebot, darunter ganz neue Modelle.

Wer es besonders umweltbewusst wollte, konnte sich bei Fahrradhändler Peter Braun ein Bild von den aktuellen Zweiradtrends, insbesondere den E-Bikes, machen. Die Mobilshow wurde bereits zum 13. Mal vom Wirtschaftsförderungsverein (WIV) ausgerichtet.

Quelle: RP
 
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