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Leichlingen
Nach 14 Jahren als "Chef": Klose sagt Tschüss beim BS

Leichlingen. Am Samstag verabschiedete der Behindertensportverein (BS) seinen langjährigen Vorsitzenden - im kleinen Kreis. Von Tobias Brücker

Weit über ein ganzes Jahrzehnt leitete Georg Klose die Geschicke des BS Leichlingen. 2003 übernahm der heute 75-Jährige das Amt des Vereinsvorsitzenden ehrenamtlich und somit in seiner Freizeit. Seit vergangenem Samstag ist diese Ära vorbei. Der Abschied wurde in kleinem Kreis gefeiert.

Klose hatte schon vor rund zwei Jahren angekündigt, seinen Posten aufzugeben, sobald er das 75. Lebensjahr erreiche. Nachfolgerin wird die jetzige Geschäftsführerin Anke Minte, die nunmehr zwei Positionen bei gleichem Gehalt innehat.

Den Verlust des langjährigen Vorsitzenden beschrieb sie als "groß" und hob heraus, dass Klose seine Aufgaben stets ehrenamtlich vollbrachte - viele Stunden seiner Zeit für den BS geopfert habe. "Er hat im Durchschnitt rund 20 Stunden in der Woche für uns gearbeitet - ohne dass es dafür Geld gegeben hat", betonte die 37-Jährige. "So jemanden muss man erstmal finden."

Das hatte der Verein nach Kloses Ankündigung, in den Ruhestand gehen zu wollen, auch zwei Jahre lang versucht. Im Endeffekt sei es aber darauf hinausgelaufen, dass "ich es mache", erzählte Minte.

Der Mann des Tages selbst erschien einige Minuten zu spät, er habe noch Dinge erledigen müssen. Das Beste kommt schließlich immer zum Schluss.

Etwa 30 Mitglieder des Vereins hatten sich in der Zwischenzeit in den Räumlichkeiten an der Gartenstraße eingefunden, klatschten, als Klose in der Tür erschien. Dem gefiel die Aufmerksamkeit offenbar, machte ihn zugleich aber wohl auch etwas verlegen. Viele Hände wollten geschüttelt werden, einige Personen hatten auch Geschenke mitgebracht.

"Ich werde mich jetzt erstmal entspannen", sagte der 75-Jährige im Hinblick auf seine nun üppige Freizeit. Für Freunde schreibe er momentan an einem Sachbuch, das von seinen Wurzeln in Niederschlesien handelte. Öffentlich verkäuflich wird es allerdings wohl nie werden, sagte Klose, der nahezu alle Vereinsmitglieder beim Vornamen kennt und nennt.

Die Arbeit mit den "jungen Menschen", wie er die vorwiegend älteren Sportler des Vereins scherzhaft nennt, habe ihm den meisten Spaß gebracht. Dazu hätten diese ihm immer Dankbarkeit entgegengebracht.

Insgesamt 16 Jahre hatte Klose im Vorstand mitgewirkt, zunächst ein Jahr als Beisitzer. Und das, obwohl er nie ein Vereinsmensch gewesen sei. "Das hat sich mittlerweile stark geändert", betonte er in seiner Rede lachend.

Der Behindertensportverein Leichlingen hat sich Breiten- und Gesundheitssport auf die Fahne geschrieben. Er verzeichnet rund 550 Mitglieder und 250 Sportler im Reha-Sport.

Quelle: RP
 
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