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Leichlingen
Nachbarn planen Brückenfest

Leichlingen. So viel Jubel über eine kleine Brücke gibt es wohl nicht allerorten. Aber als Bürgermeister Frank Steffes gestern Mittag die Fahrradfahrer- und Fußgängerbrücke Windgesheide offiziell eröffnete, stießen die Nachbarn aus der angrenzenden Straße Hüttchen sogar mit eigens mitgebrachtem Sekt an.

"Das ist ein Tag zum Feiern, fast so schön wie Weihnachten", sagten die Damen und Herren aus dem Westen Leichlingens, die sich nun endlich nicht mehr vom Rest der Stadt abgeschnitten fühlen. Genervt hat sie in den zwei Jahren nach dem Abriss des Vorgängerbauwerks vor allem, dass sie vor den fast immer geschlossenen Schranken am Bahnhof warten oder einen großen Umweg über den Stockberg in Kauf nehmen mussten, um in die Innenstadt zu gelangen.

"Außerdem ist jetzt auch das Brauhaus näher", sagte ein Mann schmunzelnd, der offenbar gerne die Kneipe am Bahnhof besucht. "Nehmt sie in Betrieb", forderte Frank Steffes denn auch die Anwohner auf. Bis zum Morgen noch durfte die Brücke nicht passiert werden - was so kurz vor der Zielgerade noch einmal zu Ärger führte. "Das ist doch eine Unverschämtheit, dass die uns nicht durchgelassen haben, bevor es offiziell war", sagte eine Nachbarin.

Dafür sind nun aber auch alle Sicherheitsbedenken beseitigt: Bis vor kurzem war das Betreten der neuen Stahlkonstruktion noch lebensgefährlich, weil die unter der Brücke verlaufenden 15.000-Volt-Oberleitungen nicht abgesichert waren. Doch das ist nun Vergangenheit, die Bahn hat ihre Freigabe erteilt, und die Anwohner können sich sogar vorstellen, demnächst ihr erstes Brückenfest auf dem Bauwerk Windgesheide zu feiern.

(bos)
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