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Leichlingen
Neue Siedlung als Gemeinschaftseigentum

Leichlingen: Neue Siedlung als Gemeinschaftseigentum
Auf dem 9800 Quadratmeter großen ehemaligen Discounter-Gelände sollen 37 Reihenhäuser entstehen. Die Siedlung soll in einer Eigentümergemeinschaft betreut werden. FOTO: Uwe MIserius
Leichlingen. Montag berät der Stadtentwicklungsausschuss über den Bebauungsplan ehemaliges Aldi-Gelände. Von Gundhild Tillmanns

37 Reihenhäuser der Marken "Wohntraum" und "Familienglück" sollen auf dem Gelände des ehemaligen Aldi-Discounters entstehen: Dazu liegt jetzt der vorhabenbezogene Bebauungsplan "Wohnpark Brückenstraße Süd" zur Beratung im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung (ASW) vor. Die Deutsche Reihenhaus AG hat das fast 9800 Quadratmeter große Grundstück erworben und will es bebauen.

Die bereist bestehende Reihenhaus-Bebauung im Nordosten und Osten des Grundstücks soll so fortgeführt werden. Allerdings dürften die künftigen Inhaber von "Wohntraum"- und "Familienglück"-Häusern nur eine kleinere Freude an ihren Immobilen haben, wenn nicht auch an den entsprechenden Lärmschutz gedacht würde. Denn auf der einen Seite grenzt die Eisenbahnstrecke, auf der anderen die viel befahrene Opladener Straße an das künftige Wohngebiet.

Die Deutsche Reihenhaus AG hat ein Lärmschutzgutachten eingeholt. Als Konsequenz aus den Ergebnissen sollen die Schlafzimmer auf der lärmabgewandten Hausseite angelegt und schallgeschützte Fenster eingebaut werden. Die Gutachter stellen zwar fest, dass der Straßenlärm nachts deutlich weniger wird, der Güterzugverkehr weise aber Tag und Nacht den gleichen Lärmpegel auf. Das Gutachten empfiehlt den Einbau einer schallgedämmten Lüftung in den Schlafzimmern - dies liege allerdings im Ermessen des Bauherren. Der Wohnpark Brückenstraße Süd soll nach Vorstellung des Bauträgers eine Eigentümergemeinschaft darstellen. Zu Beginn werden für die "Hausbesitzer" Zuordnungen, Rechte und Pflichten für Sondernutzungs- und Gemeinschaftseigentum festgelegt. Die Reihenhaus AG übergibt neben den Hauseinheiten alle Bestandteile des Wohnparks mit Zuwegen und Gemeinschaftsanlagen an die Eigentümergemeinschaft. Die muss dann Rücklagen bilden zur Unterhaltung der Anlagen. Das habe den Vorteil, dass die Eigentümer mehr Verantwortungsgefühl für das Gemeinschaftseigentum entwickelten, argumentiert der Bauherr. Ähnlich wie bei Eigentumswohnungsgemeinschaften soll dann auch bei dieser Häuser-Gemeinschaft ein Verwalter bestellt werden.

Energietechnisch soll der Wohnpark durch eine gemeinsame Technikzentrale versorgt werden. Geplant ist ein Blockheizkraftwerk, wobei die 37 Häuser an ein eigenes Nahwärmenetz angeschlossen werden sollen. Erschlossen wird der Wohnpark über die Brückenstraße. Die Wege in der Siedlung sollen verkehrsberuhigt gestaltet werden. 74 Parkplätze sind vorgesehen. Zudem soll's einen Gemeinschaftsplatz mit Spielgeräten für Kleinkinder geben. Der Rat entscheidet am 25. Juni über den Bebauungsplan.

Quelle: RP
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