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Leichlingen
"Oscar" - Einblicke in Erbslöhs Leben

Leichlingen. Er ist wohl einer der bekanntesten ehemaligen Leichlinger Bürger - und doch schrieb man seinen Namen mehr als 100 Jahre lang falsch. "Er selbst schrieb sich mit 'C'", sagt Hanswerner Mekus, Restaurator und federführender Organisator der neuen Ausstellung über den Luftfahrtpionier Oskar Erbslöh (1879-1910).

Der Name fiel wohl dem Eindeutschungsprozess zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Opfer - Erbslöhs Luftschiffe hingegen sind unvergessen. Im Bürgerhaus "am Hammer" stellt Mekus ab heute Abend und bis zum Montag sieben bis dato unveröffentlichte, liebevoll restaurierte Fotografien aus der Zeit der ersten Flugversuche in der Balker Aue aus. Zu sehen sind zudem Originalexponate wie ein Teil des Propellers von Erbslöhs Zeppelin, mit dem er schließlich verunglückte und starb.

Die Fotografien aus der Zeit der Jahrhundertwende bereitete Historiker Mekus über ein halbes Jahr lang auf. "Pro Bild habe ich ungefähr einen Monat bei drei bis vier Stunden Arbeit am Tag gebraucht", schildert er zum Bearbeitungsprozess. Auf einem Foto Oskar Erbslöhs tauchte dann auch die Unterschrift auf, die nahelegt, dass die Schreibweise bisher falsch ist. "Er selbst wird es ja wohl gewusst haben", sagt Mekus lächelnd. Die neue Ausstellung trägt deswegen den Namen "Oscar".

Die Erbslöh-Schau "Oscar" wird heute, 19 Uhr, offiziell eröffnet. Zu sehen ist sie aber schon tagsüber, nämlich von 10-13 und von 14-17 Uhr im Bürgerhaus am Hammer. Zu denselben Zeiten ist die Ausstellung auch am Samstag und Sonntag geöffnet.

(jim)
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