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Leichlingen
"Peking Garden" schließt und verschärft Gastro-Krise

Leichlingen: "Peking Garden" schließt und verschärft Gastro-Krise
Nur noch bis März 2018 eine Anlaufstelle für Fans chinesischen Essens: das Restaurant Peking Garden. FOTO: Uwe Miserius
Leichlingen. "Bergischer Hof", Heidchen", demnächst die "Kutsche" und dann noch "Peking Garden" - Leichlingens Gastronomie blutet immer weiter aus. Von Peter Clement

"Es war ein richtig schöner Abend im Restaurant. Hier passt alles, und das Essen ist einsame Spitze." - "Einer der besten Chinesen im Umkreis und nur mit ,à la carte'-Gerichten, die immer frisch und lecker zubereitet waren."

Das sind nur zwei der Beurteilungen, mit denen die Gäste dem Leichlinger China-Restaurant "Peking Garden" meist ein sehr gutes Zeugnis ausstellen.

Doch das ist bald Geschichte, denn wie so viele Gaststätten in der Blütenstadt in den vergangenen Monaten wird auch die chinesische Variante an der Opladener Straße schließen. "Unser Vertrag läuft im März kommenden Jahres aus, und wir werden ihn nicht verlängern", betonten die Betreiber gestern auf Anfrage unserer Redaktion. Die Miete sei zu hoch geworden, begründen sie.

Vor 17 Jahren hatten sie das etwa 70 Plätze umfassende Restaurant eröffnet - von Anfang an mit der Besonderheit, dass es keine Buffets gab wie bei chinesischen Lokalitäten in der Umgebung oft üblich. Die Qualität des Essens und die Freundlichkeit des Personals wurden durchgängig gelobt - und da auch die Preise moderat waren, war das Peking Garden zwischenzeitlich ein Treffpunkt auch für viele ältere Leichlinger, die sich dort regelmäßig zum Mittagstisch einfanden.

Ab März kommenden Jahres ist das vorbei. Hausbesitzer Michael Crecelius ist allerdings optimistisch, das Lokal zeitnah weitervermieten zu können. "Wir sind mit einem anderen chinesischen Anbieter in Verhandlungen", berichtete er gestern auf Anfrage. Allerdings seien auch andere gastronomische Nutzungen denkbar - ein wichtiger Pluspunkt sei dabei zweifellos der gute Außenbereich für einen Biergarten, stellt der Unternehmer fest, dem auch die Räumlichkeiten der Toskana-Sporthalle, der Festhalle sowie des Sport-Studios "Just fit" gehören, und auf dessen Areal unweit der Bahnlinie zusätzlich noch weitere Gewerbebetriebe angesiedelt sind.

Sollten alle Stricke reißen und sich tatsächlich kein Nachfolger für das Peking Garden finden, hat Crecelius noch eine weitere Trumpfkarte in der Hinterhand, wie er sagt: die Stadt Leichlingen.

Mit der ist er nach eigenen Angaben in Gesprächen für die Ansiedlung einer Kinderbetreuungseinrichtung.

Gaststätte oder Kindereinrichtung - beides könnte sich der in Düsseldorf beheimatete Unternehmer vorstellen: "Wichtig ist, dass der Branchenmix auf dem Gelände stimmt, das wäre allerdings bei beiden Einrichtungen der Fall", sagt er. Stoff-und Käsehandel hätten auf dem Grundstück schließlich auch seit Jahren ihren Platz, dazu der Sport- und Fitnessbereich - "das kommt schon hin", sagt Crecelius.

Und während er jetzt Nachmieter sucht, die sich unter 0211 7566110 bei seiner Firma melden sollen, suchen auch die Betreiber des "Peking Garden" neue Gaststättenräume für 60 Plätze (02175 888598).

Quelle: RP
 
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