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Leichlingen
Rathaus darf Personal aufstocken

Leichlingen. Die Stadtverwaltung darf Mittel für eine zusätzliche, auf zwei Jahre befristete Vollzeitstelle im Jugendamt bereitstellen. Diese Empfehlung sprach der Jugendhilfeausschuss jetzt an den Stadtrat aus.

Davon soll eine neue halbe Stelle für die Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen bezahlt, außerdem eine vorhandene Position im Allgemeinen Sozialen Dienst um 25 Prozent aufgestockt werden. Der Rest fließt in Verwaltungsaufgaben.

Das Land refinanziert die notwendigen Finanzmittel über eine Verwaltungspauschale für Hilfeplanung, Vormundschaften und wirtschaftliche Jugendhilfe. Leichlingen muss laut Aufnahmeschlüssel des Landes mindestens 20 minderjährige Flüchtlinge aufnehmen, derzeit sind es 13. Bereits jetzt ist eine neue Verteilung im Gespräch, die einen Anstieg auf 29 Jugendliche bedeuten würde.

Aktuell kümmern sich zwei Fachkräfte im Allgemeinen Sozialen Dienst ausschließlich, die ASD-Leiterin zu rund 40 Prozent um die unbegleiteten jugendlichen Flüchtlinge. "Die aktuelle Auslastung der Mitarbeiterinnen bringt das Jugendamt, was die Aufgabenerledigung im Allgemeinen Sozialen Dienst angeht, mindestens temporär ans Defizit", bekannte Jugendamtsleiter Hubert Knops.

Bei der Sitzung wies er auch noch einmal darauf hin, dass es für die Stadtverwaltung nach wie vor äußerst schwierig sei, die jungen Menschen vernünftig unterzubringen. "Die Investitionen für Neubauten werden vom Land nicht refinanziert", sagte Knops. Deshalb müsse das Jugendamt Räume mieten, die in Leichlingen aber nicht zu haben seien.

In der Vergangenheit hatte der Jugendamtsleiter mehrfach um Unterstützung aus der Bevölkerung gebeten, damit die jungen Flüchtlinge privat unterkommen.

(inbo)
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