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Leichlingen/Opladen
RB 48: nur Busse zwischen Leichlingen und Opladen

Leichlingen/Opladen: RB 48: nur Busse zwischen Leichlingen und Opladen
Die Hälfte von rund 16.000 Schwellen auf dem Abschnitt "Solingen Hauptbahnhof und Opladen" sind inzwischen ausgetauscht. FOTO: Radtke
Leichlingen/Opladen. Nach dreiwöchiger Sperrung soll heute Bauabschnitt 1 zwischen Leichlingen und Solingen für den Zugverkehr freigegeben werden. Von Guido Radtke

Mitte der Woche hatte es nicht danach ausgesehen, dass ab heute wieder Züge zwischen Solingen und Leichlingen fahren können. Direkt hinter dem Hauptbahnhof waren die Schienen gekappt, stattdessen waren ab der Berliner Brücke in Solingen mehrere hundert Schwellen in engem Abstand, aber auch in leichter Schlangenlinie ausgelegt worden. In den Nachbargleisen waren noch die alten, verrosteten und verzogenen Schienen zwischengelagert.

Was am 8. Juli mit Gleis 2 am Leichlinger Bahnhof Richtung Norden mit dem Ausbau der Schienen, Schwellen, der Altbettung und des Bodens begonnen hat, erfolgt nun auch als erster Schritt von Phase zwei der fast sieben Millionen teuren Baumaßnahme.

Mit den letzten Handgriffen am gestrigen Sonntag im nördlichen Bereich der mehr als drei Wochen gesperrten Strecke zwischen Leichlingen und Solingen liegt die Deutsche Bahn auf ihrer Großbaustelle exakt im Zeitplan. Gut die Hälfte von rund 16.000 Schwellen, 10.000 Meter Schienen und mehr als 33.000 Tonnen Schotter sind ausgetauscht. Seit Mitternacht ist die Sperrung weiter nach Süden verlagert, so dass ab sofort Busse die Züge der RB 48 auf dem Abschnitt zwischen Leichlingen und Opladen ersetzen. "In den drei Wochen der ersten Bauphase hat der Schienersatzverkehr zwischen Solingen und Leichlingen nahezu reibungslos funktioniert", bilanziert Daniel Prüfer, Pressesprecher von National Express. "Solange die Straßen frei sind, kommen die Ersatzbusse auch gut durch."

Zuletzt haben insbesondere die Anwohner an der Solinger Kiefernstraße oder am Buchweizenberg in Ohligs deutlich gemerkt, dass die Baumaßnahme der Bahn in diesem Bereich in die Endphase geht. Riesige Staubwolken bildeten sich über der Bahnstrecke, während Güterwaggons anrollten, der Schotter ausgekippt und über die Schienen verteilt wurde. Abschließend richtete und stabilisierte der sogenannte Stopfexpress die Schwellen. "Die Stopfarbeiten wurden nur in Tagschichten durchgeführt, um die Nachbarschaft in den Nachtstunden nicht durch Lärm zu belasten", erklärte ein Bahnsprecher.

Nicht berücksichtigt beim Kostenvolumen von 7 Millionen Euro ist die Instandsetzung der Solinger Brücke Nußbaumstraße, für die knapp 1,4 Millionen Euro veranschlagt sind. Seit Wochen schon ist in Solingen die Verbindung zwischen Aufderhöhe und Bonner Straße gesperrt, um das Mauerwerk abzutragen und das aus 1907 bis 1919 stammende Rahmengerüst freizulegen. "Auf den Zugverkehr haben diese Arbeiten nur geringe Auswirkungen, weil auf der Strecke eine Langsamfahrstelle (120 km/h) eingerichtet ist", heißt aus der Pressestelle der Deutschen Bahn.

Quelle: RP
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