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Leichlingen
Restmüll-Ärger: Letzte Chance für Plakettenmuffel

Leichlingen: Restmüll-Ärger: Letzte Chance für Plakettenmuffel
Wer in Leichlingen den Zweiwöchentlich- Aufkleber nicht vorweisen kann, erhält ein Schreiben an die Tonne gesteckt. FOTO: Uwe Miserius
Leichlingen. Bei der turnusmäßigen Abfuhr ab 10. August sollen Plakettenmuffel zum letzten Mal gewarnt werden. Dann bleiben die Tonnen stehen. Von Peter Korn

Am 10. August beginnt der nächste Turnus der Restmüll-Abfuhr in Leichlingen. Wer bis dahin noch immer keine orange Plakette auf seiner Tonne vorweisen kann, die auf 14-tägige Abfuhr hindeutet, erhält eine allerletzte Warnung.

Dies teilte eine Sprecherin des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes (BAV) gestern auf Anfrage mit. Dabei handelt es sich um jenes Schreiben, das der Entsorger Revea bereits seit einiger Zeit an Restmüll-Tonnen klebt, die keinen oder keinen lesbaren Aufkleber haben.

Darin heißt es unter anderem: "Bitte tragen Sie dafür Sorge, dass bei der nächsten Abfuhr der Aufkleber gut sichtbar an der Restmülltonne angebracht ist." Andernfalls werde das Gefäß bei der nächsten turnusmäßigen Abfuhr stehen bleiben.

"Uns geht es keineswegs darum, groß angelegte Kontrollen durchzuführen", versicherte die BAV-Sprecherin. Das ganze geschehe im Rahmen der turnusmäßigen Müllabfuhr. Gleichzeitig sei aber nun auch nicht einzusehen, dass Leute ihren Müll geleert bekämen, die eigentlich nur alle vier Wochen Anspruch darauf haben. Es gehe darum, Ungerechtigkeiten zu vermeiden.

"In den meisten Fällen hat der fehlende oder nicht mehr lesbare Aufkleber nur etwas mit Abnutzung zu tun", berichtet die Sprecherin. In der Regel hätten diese Leute ihre Gebühren korrekt für den 14-tägigen Abfuhr-Rhythmus bezahlt.

Es gibt allerdings auch Skurrilitäten. So hatte ein BAV-Kunde, der ebenfalls korrekt gezahlt hatte, den abgefallenen Aufkleber durch einen selbst gebastelten ersetzt.

"In all diesen Fällen reicht ein kurzer Anruf bei unserer telefonischen Hotline - und wir schicken die neue gültige Marke sofort raus", versichert der Abfallwirtschaftsverband.

Wer allerdings auf vierwöchige Abfuhr gebucht sei, müsse entweder den Turnus umstellen lassen und zahlen, oder sich darauf einstellen, dass die Tonne bei zwei Leerungen im Monat einmal stehen bleibt.

Leichlingen ist übrigens die einzige Kommune des in Engelskirchen beheimateten BAV, in der die Resmüllabfuhr Probleme bereitet. Laut Angaben der Sprecherin verwenden die anderen angeschlossenen Kommunen ein anderes System ohne Plaketten. Lediglich Burscheid nutze das Leichlinger Abfuhr-Muster ebenfalls: "Aber dort sind die Aufkleber erst vor einem Jahr eingeführt worden - größere Verluste sind angesichts der kurzen Zeit einfach noch nicht zu erwarten."

Quelle: RP
 
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