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Leichlingen
Rewe: Vermarktung stockt, Asphalt bröckelt

Leichlingen. Nach wie vor ist unklar, wie es mit dem Kaufpark-Gebäude nach dem Auszug Rewes weitergehen soll. Kritische Stimmen werden laut: Das Umfeld des Gebäudes verkomme zusehends. Von Roman Zilles

Womöglich hätten Biologen oder Botaniker ihre helle Freude daran. Wenn sie untersuchen würden, was auf einer innerstädtisch gelegenen Wiese, die augenscheinlich seit einigen Wochen nicht mehr gemäht wurde, so alles kreucht und fleucht. Marianne Kerstan verbindet mit dem Anblick der mitunter hüfthohen Gräser samt üppiger Begleitbegrünung nullkommanull positive Assoziationen. "Diese Fläche kann man kaum noch Wiese nennen. Ich finde, das verkommt", sagt die Leichlingerin.

Für sie ist die Wiese im Bereich der Neukirchener Straße 20/22 vor den Häusern des Unternehmens "Kiefer & Zehner" Bestandteil eines unschönen Dreiklangs, der bei ihr die Sorge weckt, wie es weitergeht mit dem Rewe-Kaufpark. Die anderen beiden Dinge, die ihr Sorgen bereiteten, seien die seit geraumer Zeit abgesperrte Fläche mit losen Gehweg-Platten vor dem Reisebüro sowie die Sorge vor dem Leerstand des Kaufpark-Gebäudes, nachdem Rewe zum Jahreswechsel ausgezogen ist. Daher fügt Kerstan mit Verweis auf Gehweg-Platten und Wiese an: "Niemand, der sein Gebäude an den Mann bringen will, hinterlässt so einen Eindruck. Bei dem Anblick wird mir angst und bange, wie es dort weitergeht."

Philip Kiefer zerstreut Kerstans Befürchtungen vorerst nicht. Zumindest antwortete der Vorstand von "Kiefer & Zehner" bisher nicht auf eine Anfrage unserer Redaktion, brachte also kein Licht ins Dunkel dazu, warum Wiese und Gehweg-Platten sich selbst überlassen werden und ob sich eine Nutzung für das Kaufpark-Gebäude abzeichne für die Zeit nach dem Auszug Rewes.

Ein mögliches Indiz dafür, dass vieles noch offen ist, könnte sein, dass das "2600 Quadratmeter Kaufhaus an stark frequentierter Straße" auf einem Internetportal im Internet nach wie vor angeboten wird.

In Sachen einer von Kiefer gewünschten Umgestaltung des Bereichs Kaufpark/Tankstelle gibt es laut Bürgermeister Frank Steffes seit einigen Wochen keinen neuen Stand. "Bislang ist lediglich von Herrn Kiefer die Absicht in den Raum gestellt worden, dort eine Wohnbebauung vorzunehmen." Dort steht der Plan offenbar nach wie vor. Dies dürfte Marianne Kerstan kaum beruhigen. Sie berichtet, dass sie von dem Gerücht gehört habe, Interessenten aus China könnten das Kaufpark-Gebäude übernehmen: "Das weckt bei mir die Sorge, dass dort ein weiterer Billiganbieter einziehen könnte - und das können wir hier in Leichlingen nicht brauchen."

Quelle: RP
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