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Leichlingen
Rezept fürs Glück im Wohnmobil

Leichlingen. Andreas Gregori kam am Montag zusammen mit seiner Frau in Leichlingen an - im Wohnmobil. Auf seiner Glückfinder-Tour sucht er Menschen auf, die ihr Glück gefunden haben. Dabei kam ihm die Blütenstadt gerade recht. Von Isabell Konegen

Eine positive Einstellung, vermischt mit einer kleinen Prise Mut. Das ergibt den Weg zum Glück. Denn Mut braucht man, um ganz genau das zu machen, was einem Spaß macht. Auch wenn das heißt, seinen sicheren Beruf aufzugeben, und etwas völlig Neues anzufangen - genau das hat Gregori getan.

Nach seinem BWL-Studium begann er in Deutschland zu arbeiten, wanderte nach einiger Zeit mit seiner Frau Bettina in die Schweiz aus. "Ich dachte, dass ich dort glücklicher werden könnte", sagt der 39-Jährige. Doch so war es nicht. Seine Arbeit erfüllte ihn nicht und so fing er an, das zu machen, was ihm wirklich Spaß macht: Menschen zu treffen, die ihr Glück gefunden haben. "Zuerst habe ich ein paar Freunde von mir interviewt", sagt der Glücksfinder. Dann kam er mit Menschen, wie Titus Dittmann oder Wolfgang Bosbach in Kontakt und führte mit ihnen Interviews. Die werden auf seine Homepage (www.glueckfinder.com) hochgeladen. Mittlerweile hat Gregori etwa 60 Interviews und bis zu 50.000 Zuhörer. Auch in seinem ersten Buch "Glückfinder" erzählt er Glücks-Geschichten von Menschen.

Inspiriert von glücklichen Menschen, kam ihm die Idee, auf Glückfinder-Tour zu gehen. "Ich habe die Firma "Hymer" angeschrieben und wurde eingeladen", sagt Gregori. Ihnen gefiel die Idee, und sie stellten dem Ehepaar ein Wohnmobil zur Verfügung. Die Tour läuft vier Wochen und startete in ihrer Heimat Weiler bei Bingen. Nun geht es in den Norden, und von da über Berlin nach München und ins Allgäu. Nach ihrem Start am Sonntag war ihr erstes Ziel der Bäckermeister Josef Utters und die Autorin Kerstin Werner.

Am Montag besuchten sie Anja Frenzel, ebenfalls Autorin und Erfinderin der Glückspunkt-Methode. Die Methode zielt in erster Linie auf Kinder ab, ist aber auch für Erwachsene geeignet. Kinder müssen sich an zwei Stellen an ihrem Körper berühren und sich vorstellen, dass Sterne dort leuchten. Durch die Konzentration auf beide Punkte verfällt man in einen Ruhezustand. Dadurch kommt ein positives Lebensgefühl zustande. "Es handelt sich um eine Art Meditation, die uns Glück erleben lässt", sagt Frenzel. Als Lehrerin an einer Sonderschule führt sie auch dort oft diese Methode durch und ist "stolz auf den Mut, den ich dabei entwickelt habe".

Auch Andreas Gregori hat sein Glück gefunden. So glücklich wie jetzt, war er in seinem alten Job nie. "Ich brauche auch keinen Urlaub", sagt er. Auch die Tour gibt ihm ein großes Glücksgefühl. "Überall wo wir hinkommen, ist es wie Zuhause", beschreibt Gregori. Doch was ist eigentlich das, was uns Menschen am glücklichsten macht? "Auf jeden Fall Beziehungen. Das hat eine Studie von Harvard bewiesen."

Quelle: RP
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