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Leichlingen/Leverkusen
Robin Hood jagt mit den Wölflingen

Leichlingen/Leverkusen: Robin Hood jagt mit den Wölflingen
Zeltlager mit "Robin Hood": Lava, Lea und Faye (vorne v. li.) und Elyas, Noah und Robin (hinten v. li.). FOTO: Matzerath
Leichlingen/Leverkusen. Das Pfadfinderlager am Naturfreundehaus bot jungen Teilnehmern Romantik und Abenteuer. Von Gabi Knops-Feiler

Was begeistert Kinder und Teenager im digitalen Zeitalter? Die Leverkusener "Pfadis" vom "Stamm Phönix" im Bund der Pfadfinder/innen sind sich einig: Das Erleben in der Gemeinschaft, der Umgang mit der Natur und das spielerische Abenteuer lockt sie vor allem. All das wurde insgesamt 75 Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren aus ganz Nordrhein-Westfalen geboten. Sieben Ortsgruppen der jüngsten Pfadfinder, der so genannten Wölflinge, hatten sich von Freitag bis Sonntag zur "Meutenjagd" ganz in der Nähe des Naturfreundehauses Leichlingen versammelt. "Das ist ein herrlicher Lagerplatz", schwärmten Leiter Rafael Kaiser aus Dortmund und 30 Betreuer. Sein Stamm "Weiße Rose" hatte das Zeltlager mit Unterstützung aus Leverkusen organisiert. So richtig mit allem Drum und Dran.

Das Aufbauteam war bereits am Donnerstag angereist. Sieben Männer errichteten 13 Zelte und kümmerten sich um die Infrastruktur. Die Regie im Kochzelt führte Marcus Branca, zugleich Hobbykoch, Vorsitzender des Phönix-Fördervereins und Angestellter der Abwasserbetriebe Leichlingen. Während sich die Kinder im Freien mit Singen, Tanzen oder Basteln beschäftigten, sorgte er für das Essen. "Heute Mittag gibt es Pellkartoffeln mit Quark", sagte Branca. Dafür hatte er 25 Kilo Kartoffeln gekocht und acht Kilo Quark mit Kräutern angereichert. Der zum Kühlschrank umfunktionierte Anhänger war nicht nur mit Speisen, sondern auch mit Getränken gut gefüllt: Unter anderem mit 300 Liter Wasser und 100 Liter Apfelsaft.

Doch die Kids sollten sich nicht einfach so auf ihre Isomatten ins Gras setzen und essen. Sondern erst mussten sie "Robin Hood" alias Sascha Schneider vom Stamm "Nordlicht" aus Castrop-Rauxel helfen, die Speisen zu besorgen. "Die Fantasie der Kinder ist in diesem Alter noch sehr ausgeprägt", beschrieb Lagerleiter Kaiser. Das nutze man gerne für allerlei Geschichten.

Während Robin Hood im traditionellen Outfit auf Jagd ging, hatten sich andere Gruppenleiter als Räuber oder Mönche verkleidet. Ilyas, Noah, Lara, Lea und Faye aus Leverkusen waren begeistert. "Das Beste sind die Programme" schwärmte der elfjährige Ilyas. "Stöcke schnitzen im Wald", gefiel Noah besonders gut. "Schlafen im Zelt ohne Eltern" bevorzugte Lara. "Fangen und verstecken spielen auf dem Spielplatz", mochte Lea am liebsten, während es Faye "total aufregend und gruselig" fand, nachts im Dunklen zur Toilette zu gehen.

Aber vor der Nacht war erst noch Romantik mit Gitarrenmusik am knisternden Lagerfeuer angesagt. Was könnte es Schöneres geben?

Quelle: RP
 
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