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Leichlingen
Rundum selbst gemacht: Theater am Gymnasium

Leichlingen: Rundum selbst gemacht: Theater am Gymnasium
Eine Klinik für Drogenentzug bildete die Basis für das Stück, das der Literaturkurs Q1 des Gymnasiums selbst schrieb und richtig gut in Szene setzte. FOTO: UM
Leichlingen. Von der ersten Idee bis zum Auftritt alles selbst gemacht: Der Literaturkurs Q1 (11. Klasse) am Leichlinger Gymnasium hat gestern und am Donnerstag das Ergebnis eines ganzen Schuljahres auf die Bühne gebracht. "Narcotic Nightmare" ist dabei herausgekommen, ein Theaterstück, in dem es vor allem um das Thema Drogen ging. Von Ina Bodenröder

Dabei gelang es den 28 Schülern mit ihrer Lehrerin Antje Kiencke, das Ganze zwar mit einem ernsten Hintergrund zu versehen, trotzdem aber das Stück durch komödiantische Einlagen für die Zuschauer nicht zu schwer verdaulich werden zu lassen.

"Narcotic Nightmare" spielt in einer Entzugsklinik, in die die Mitglieder eines Verbrecherquartetts eingeliefert werden. Allerdings stellt sich im Laufe des Stückes heraus, dass die Klinik selbst Drogen herstellt, um sich beziehungsweise ihren Eigentümer zu finanzieren. Auch der Sohn von Helene Fischer ist dort untergebracht, was einen anhänglichen Fan und die Presse auf den Plan ruft. Ein Highlight der Aufführung mit großem Spaßfaktor: eine Sitzung der Tanztherapie, in der die Patienten allesamt im Tütü auftreten.

"Mitte der Woche noch feierte das Chaos hier Orgien", erzählte Kurs-Leiterin und Regisseurin Antje Kiencke am Rande der ersten Aufführung. Seither muss das Ensemble Quantensprünge hingelegt haben, denn bei der Premiere war von Unsicherheit oder Nervosität kaum etwas zu spüren. Dabei besuchen den Literaturkursus durchaus nicht nur Schüler, die unbedingt Theater spielen wollen. "Einige sind zwar wirkliche Theaterfans, aber andere auch äußerst schüchtern", sagte Kiencke. Gerade Letztere hätten eine phänomenale Entwicklung hingelegt und sich im Laufe der Zeit freigespielt, obwohl sie sich zu Beginn des Kurses noch nicht vorstellen konnten, vor Publikum zu sprechen. "Es war wichtig, ihnen bewusst zu machen, dass das ganze Projekt an ihnen hängt", sagte die Lehrerin. Wer seine Texte nicht gelernt habe oder zu den Proben gar nicht erst erschienen sei, habe nicht nur sich selbst, sondern dem ganzen Ensemble geschadet.

Drei Schulstunden pro Woche und etliche Sonderproben, viele Stunden fürs Nähen, Basteln und Malen später hat sich bei den Aufführungen aber gezeigt, dass sich der Einsatz und die Überwindung anfänglicher Ängste durchaus ausgezahlt haben.

Quelle: RP
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