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Leichlingen
Schulrektorin Berger sorgt für Ärger

Leichlingen. Die parteipolitischen Querelen in Leichlingen reichen offenbar mittlerweile bis auf das Bratapfelfest.

Für das Wochenende war ursprünglich angemeldet, dass die Schüler der katholischen Grundschule Kirchstraße selbstgebackene Plätzchen verkaufen - allerdings nicht an einem Stand der Schule, sondern an dem der CDU FrauenUnion.

Die Aktion auf Parteiticket rief Kritik hervor. Die dann von Schulleiterin Gabriele Berger formulierte Absage an die Eltern allerdings noch mehr: "Da wir der Aufforderung der SPD, entweder am 1. Mai oder am 23.12.2016 mit unserem Chor aufzutreten, nicht nachkommen können, muss aus Gründen der parteipolitischen Ausgewogenheit die Veranstaltung abgesagt werden", begründete die ehemalige CDU-Bürgermeisterkandidatin, die jetzt die katholische Schule leitet, ihre Entscheidung, auf das Bratapfelfest zu verzichten.

"Eine bodenlose Frechheit", befand SPD-Ratsfraktionschef Matthias Ebecke. Er habe 2015, als Berger die Schule schon einmal an die CDU-Frauen gekoppelt habe, rhetorisch gefragt, ob sie auch für die SPD-Events verfügbar sei. Dies jetzt so zu verdrehen, sei ungeheuerlich.

Tatsächlich hatte das städtische Schulamt kurz vor dem Wochenende die Schulaufsicht wegen Bergers Aktion um Stellungnahme gebeten. "Diese hat klar geäußert, dass die parteipolitische Neutralitätspflicht der Schule eindeutig ist und schon deshalb ein solches gemeinschaftliches Auftreten nicht gehen kann", schrieb Bürgermeister Frank Steffes am Sonntag zu der hitzig geführten Diskussion, die sich im Internet entwickelt hatte.

Die CDU-Frauen hatten im Vorfeld des Marktes mit den Schülern der vierten Klassen gebacken, die Kekse sollten zugunsten der Grundschule verkauft werden.

(inbo/pec)
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