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Leichlingen
Staatsanwalt stellt Kötting-Ermittlung ein

Leichlingen. Der wegen Volksverhetzung angezeigte CDU-Ratsherr Achim Kötting muss keine weiteren Ermittlungen des Staatsschutzes fürchten. Ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft bestätigte gestern auf Anfrage, man habe den Vorgang eingestellt, " weil sich nicht genug Anhaltspunkte finden ließen, die die Anzeige erhärtet hätten".

Kötting hatte sich an einem Samstagvormittag in einen Streit zwischen Mitgliedern der rechtspopulistischen AfD und linken Antifa-Aktivisten eingemischt. Die Linken hatten daraufhin behauptet, der Christdemokrat habe syrischen Flüchtlingen unterstellt, diese zündeten ihre Behausungen selber an. Sie erstatteten Strafanzeige. Kötting selbst sprach davon, hereingelegt worden zu sein.

Jetzt sind die Ermittlungen gegen ihn eingestellt - noch nicht aber gegen die Antifa-Aktivisten. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, werden Anzeigen der AfD gegen sie noch weiter geprüft - was zum jetzigen Zeitpunkt aber ebenfalls noch nichts heißen müsse. Die Linken waren aufgetaucht, als die Rechtspopulisten einen Infostand aufbauten. Sie hatten den Stand mit rot-weißem Flatter-Band von dessen unmittelbarer Umgebung abgetrennt.

Dann schrieben die Aktivisten, die in Ganzkörper-Schutzanzügen in der Brückenstraße aufgetaucht waren, mit Sprühkreide die Worte "Tatort Rassismus" auf den Boden.

Als Linken-Ratsherr Klaus Reuschel Schwitalla dann noch in den Infostand fiel, rief die AfD die Polizei.

(pec)
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