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Leichlingen
Stadt plant Hundewiese in der Balker Aue

Leichlingen: Stadt plant Hundewiese in der Balker Aue
Ausgezeichnete Hundeauslaufflächen gibt es in vielen Städten. Das Bild zeigt eine im niederrheinischen Willich. FOTO: Kaiser (Archiv)
Leichlingen. Auf einem Streifen zwischen Wupper und den Sportplätzen sollen Hunde künftig ohne Leine unterwegs sein dürfen. Von Roman Zilles

Es waren drastische Worte, die eine Bürgerin vor etwas mehr als einem halben Jahr wählte. Von "Giftködern und persönlichen Angriffen" gegen Hundehalter war die Sprache in ihrem Antrag. Und davon, dass auch in Leichlinger Wäldern Hunde nicht abgeleint werden könnten, ohne "einen Krieg heraufzubeschwören" mit Joggern und Mountainbikefahrern. Folge: Die Einrichtung einer Freilauffläche für Hunde sei sehr wichtig.

Nachdem die Stadt zunächst mitgeteilt hatte, dass es keine geeignete Fläche dafür gebe, zeichnet sich nun eine Lösung ab: Auf einem Streifen zwischen Wupper und den Sportplätzen in der Balker Aue soll eine Fläche eingerichtet werden, auf der Hunde künftig ganz offiziell ganz ohne Leine toben und tollen dürfen. Zumal: "Diese Fläche wird bereits als Hundefreilauffläche genutzt", begründet die Verwaltung ihr Vorhaben. Die Zustimmung der Politik und der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises vorausgesetzt, sollen die entsprechenden Arbeiten von Stadt und Wupperverband umgesetzt werden. Unter anderem wäre dafür die Verlegung des bestehenden Fuß- und Radweges an den vorhandenen Damm entlang des Sportplatzgeländes notwendig. Der aktuelle Weg soll zur Rasenfläche zurückgebaut werden.

Die Freilauffläche, die sich in etwa über die gesamte Länge der beiden Sportplätze erstrecken und durch Schilder ausgewiesen werden soll, soll durch zwei Maßnahmen in Richtung Wupper abgegrenzt werden: einerseits durch Eichenpflöcke, die dort als optische Grenze dienen sollen. Andererseits soll der Bereich zwischen Hundewiese (wird alle 14 Tage gemäht) und Fluss künftig nicht mehr gepflegt werden, um so für eine weitere (botanische) Abgrenzung zu sorgen. Daraus ergebe sich ein weiterer Vorteil: Bisher genutzte Einstiegsstellen für badende Hunde wären künftig nicht mehr zugänglich. Dies komme dem Schutz des Eisvogels zugute. Der Zugang zur Wupper sei nur noch an der Kanu-Anlegestelle möglich und soll dort auch geduldet werden.

Weder die Abläufe rund um den Obstmarkt noch der Hochwasserschutz sollen durch die Umsetzung des Plans gefährdet werden, fügt die Stadtverwaltung an. Sie teilt außerdem mit, dass es sich - rein rechtlich - aber gar nicht um eine Hundefreilauffläche, sondern um eine Fläche ohne Leinenzwang handele. Allerdings dürfte das Bello, Waldi und Co. wohl herzlich egal sein, sollten sie demnächst das Wupperufer ganz ohne Leine in Beschlag nehmen dürfen.

Quelle: RP
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