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Leichlingen
Stadt will Schwesternheim nicht um jeden Preis

Leichlingen. Auch nach der überraschenden Zusage der Deutschen Rentenversicherung Rheinland, die Stadt könne nach Prüfung der Sanierungsfähigkeit das ehemalige Schwesternheim auf dem Gelände der Klinik Roderbirken erwerben, um dort Flüchtlinge unterzubringen, ist im Leichlinger Rathaus noch keine Entspannung eingekehrt. Von Peter Korn

Im Gegenteil: Bürgermeister Frank Steffes betonte gestern auf Anfrage unserer Zeitung, nun werde intensiv geprüft, welche Kosten bei einem Erwerb des Gebäudes mitsamt Grundstück auf Leichlingen zukämen. Und das beinhalte selbstverständlich auch die Erwägung verschiedener Alternativen.

"Wenn am Ende herauskommen sollte, dass wir für einen bestimmten Betrag das ehemalige Schwesternheim zwar sanieren und kaufen könnten, es aber für deutlich weniger Kosten eine alternative Unterbringungsmöglichkeit gäbe, etwa in Leichtbauweise, dann müssten wir selbstverständlich auch diese Alternative in Erwägung ziehen", führte Steffes aus.

Zumal bei allen Diskussionen um das Schwesternwohnheim, an dem der Stadt wirklich gelegen ist, eines aus Sicht des Verwaltungschefs nicht vergessen werden darf: "Wenn es tatsächlich so kommt, dass die Bundesregierung im Laufe dieses Jahres einen Stopp für Flüchtlinge aus dem Balkan verhängt, dann wird von heute auf morgen ein großer Teil des Zustroms versiegen."

Und da müsse natürlich auch Leichlingen im Vorfeld rechtzeitig überlegen, "was mit einer Immobilie wie dem ehemaligen Schwesternheim dann angestellt werden könnte".

Die Stadt, so betont der Bürgermeister, will die Thematik ergebnisoffen prüfen.

Quelle: RP
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