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Leichlingen
Stadtsportverband: Dick macht sich in drei Jahren dünne

Leichlingen. Drei Themen prägten die Hauptversammlung des Stadtsportverbands am Dienstagabend: das Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung, Personalien und die in die Kritik geratene Sportlerehrung des Jahres. Von Ina Bodenröder

Den Anfang machte Marius Eversmann. Er ist seit Februar Berater für Bildung und Teilhabe in Leichlingen. Das Paket gibt es seit 2011, um Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Familien mit wenig Geld zu ermöglichen, am sozialen und kulturellen Leben teilzuhaben. "Damit können auch sportliche Dienstleistungen beantragt werden", informierte er die Vereinsvertreter und rief sie dazu auf, ihre Mitglieder auf das Angebot aufmerksam zu machen. Als problematisch erwies sich in der Diskussion jedoch, ob und wie die Trainer finanzschwache Familien ansprechen können. Der Sozialarbeiter, der sein Büro in der Realschule (Raum 221a) hat, will über die Medien, soziale Netze und Präsenz auf Veranstaltungen dafür werben, das Bildungs- und Teilhabepaket zu nutzen.

Nicht einfach gestaltet sich auch die Personalsituation. Bei der Versammlung wurde mangels Kandidaten kein Sportabzeichenbeauftragter gewählt. Der Verband sucht bereits länger nach einem Verantwortlichen, der die Arbeit mit den Prüfern organisiert und koordiniert und zugleich mit dem Kreissportbund und den Schulen im engen Austausch steht. Die Mitgliedsvereine sollen sich nun nach geeigneten Kandidaten umschauen, so lange ist die Stelle vakant.

Wiedergewählt wurde derweil Karlheinz Dick als Vorsitzender des Stadtsportverbandes. Wenn es so geht wie mit dem Sportwart, sollten die Mitglieder allerdings spätestens jetzt mit der Suche nach einem Nachfolger beginnen: Dick kündigte an, dass er das Amt in drei Jahren abgeben will.

Weniger kontrovers als gedacht wurde das Thema "Sportlerehrung " diskutiert. Die fand in diesem Jahr erstmals in der Mensa statt - ein Rahmen, der manchem zu trist und zu wenig stimmungsvoll war. Eine Rückkehr in den Ratssaal werde es laut Bürgermeister Frank Steffes nicht geben, da der Raum ein Brandschutzproblem habe und zudem bei vergleichbaren Veranstaltungen immer die Lautsprecheranlage umgebaut werden müsse. Die Organisatoren wollen nun daran arbeiten, dass sie die Infrastruktur in der Mensa nutzen dürfen: "Das ist ein Mehrzweckraum für fünf Millionen Euro, es kann nicht sein, dass er nur zum Essen zwei Stunden am Tag dient", sagte Steffes. Die Jury, die seit diesem Jahr die besten Sportler auswählt, soll weiterbestehen. 2018 werden ihr Vertreter der Old Boys Leichlingen und der DLRG neben dem Stadtsportverband und Medienvertretern angehören.

Quelle: RP
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