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Leichlingen
Steffes will VLK mit Mietverzicht halten

Leichlingen: Steffes will VLK mit Mietverzicht halten
Die Tanzgarden des TSV Rhein-Wupper sind auf allen Leichlinger Karnevalsbühnen - und nicht nur dort - immer ein Highlight. FOTO: uwe miserius
Leichlingen. Leichlingens Bürgermeister will eine Prinzenproklamation in Bergisch Neukirchen mit allen Mitteln verhindern. Von Gabi Knops-Feiler

Die Jecken kamen in bunten Kostümen. Da gab es Clowns und Hexen, Piloten und Stewardessen. Zehn Aktive des Herrenelferrates hatten sich als Schornsteinfeger mit Ivonne Keil als Glückspilz verkleidet. Sie sagte: "Heute wollen wir auch mal nur feiern."

Und es gab den Sparkassendirektor Markus Luyven im Gewand eines Wikingers und FLK-Mitglied Birgit Schmaller als Nixe, die für ihre Kostüme sogar einen Orden erhielten, als das Festkomitee Leichlinger Karneval (FLK) am Samstag in Haus Klippenberg sein närrisches 4 x 11-jähriges Bestehen feierte.

Bürgermeister Frank Steffes hatte sich als "Graf Steuersauger Dracula" fast unerkannt unters Volk gemischt. Er sei, bestätigte er am Rande, erschüttert gewesen über die VLK-Pläne, eine Leichlinger Veranstaltung nach Bergisch Neukirchen zu verlegen. "Das darf nicht sein. Ich würde es unglaublich bedauern, wenn unsere Prinzenproklamation in eine andere Stadt verlegt würde".

Nur, wenn es wirklich nicht anders gehe, werde er Bergisch Neukirchen zum exterritorialen Gebiet erklären. Aber es sei doch keine Frage, dass der Leichlinger Karneval zur Kultur gezählt werde - und folglich keine Miete für die Aula zahlen müsste. Die Kosten - 800 Euro für den Saal und 400 Euro für die Feuerwehr - waren der Stein des Anstoßes gewesen. "Wir würden lieber in Leichlingen bleiben", sagte Willi Kallert, Senatspräsident FLK und Präsident der Dachorganisation VLK. "Aber ich kann doch nicht das Geld anderer Leute verpulvern" begründete er.

Die Sorgen der Vereine seien nachzuvollziehen, sagte Steffes, er habe bereits mit der Gebäudewirtschaft gesprochen. Wenn Karneval als Weltkulturerbe gelte, sei es nur "folgerichtig, dass der Leichlinger Karneval in den Kulturkalender aufgenommen und subventioniert wird". Und genau darüber werde er auch "per ordre de Mufti" entscheiden.

Eigentlich war diese Veranstaltung neben der üblichen Damen- und Herrensitzung nur wegen des Jubiläums initiiert worden. Wenn es nach Willi Kallert geht, wird sie fest etabliert, denn sie bedeutet "Spaß für alle Bürger".

Die Entscheidung darüber fällt bei der nächsten Vorstandssitzung am 17. Februar. Mit 160 verkauften Karten zur Premiere sei man zufrieden, sagte Kallert, während FLK-Präsidentin Beate Tittelbach durch das Programm führte und die großen und kleinen Tollitäten in Begleitung des TSV Rhein-Wupper Leichlingen und JTSC Blau-Weiß Leichlingen auf der Bühne ebenso begrüßte wie das Leichlinger Männerballett, das Duo Blom un Blömcher sowie den "Feuerwehrmann" Kress.

Zwischen den Auftritten gab es im Laufe des Abends für das Publikum immer wieder Gelegenheit zum Tanz.

Quelle: RP
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