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Leichlingen
Streit um neuen Wirtschaftsförderer

Leichlingen. Verkehrte Welt im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung (ASW): Während sich SPD, UWG, BWL und FDP am Montagabend klar dafür aussprachen, für die Position eines Gewerbe- und Einzelhandelsbeauftragten eine Vollzeitstelle im Rathaus zu schaffen, lehnten Andreas Heusner und Helmut Wagner (beide CDU) dies ab, vier Vertreter der gemeinhin wirtschaftsfreundlichen CDU enthielten sich.

Eingebracht hatte den Antrag Lothar Esser (FDP). Er schreibt: "Die umliegenden Kommunen bauen seit Jahren ihre Innenstädte zu attraktiven Einzelhandelszentren aus. Die Folge ist, dass die eigene Kaufkraft nur noch in geringem Maße in der eigenen Stadt verbleibt und die Verödung der Innenstadt mit der Schließung weiterer Geschäfte droht. Die Fachkraft soll als Gesprächspartner und Bindeglied aller Beteiligten in Gewerbe, Einzelhandel, Politik und Verwaltung wirken." Bürgermeister Frank Steffes unterstützte dies: "Ich halte es für absolut notwendig, einen kompetenten Ansprechpartner und Wirtschaftsförderer zu haben. Jeden Tag kommen Anfragen von Unternehmen." Ziel sei es, den Bestand zu pflegen, zukunftsweisende Projekte zu entwickeln und dafür Fördermittel zu generieren.

Während der Antrag parteiübergreifend Zustimmung erfuhr, hatte Wagner "Bauchschmerzen bei den Personalzahlen". Ihm fehlte ein integriertes Handlungskonzept, er wolle zunächst ein Personalkonzept sehen. "Woher nehmen wir die 62.000 Euro? Wir sollten ein bis zwei Jahre damit warten", schlug Wagner vor und zog sich damit den Unmut einiger Ausschussmitglieder zu. "Vom Abwarten passiert hier nichts", sagte Martin Steinhäuser (BWL) und plädierte dafür, entsprechende Gelder in den Haushalt einzustellen. Dem Antrag Essers stimmte der Ausschuss schließlich mehrheitlich zu.

(inbo)
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