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Startup aus Leichlingen
Haus und Party von Drohne knipsen lassen

Drohnen-Startup in Leichlingen
Leichlingen. Daniel Mader hat das Startup-Unternehmen "System Orange" gegründet. Mit seiner Drohne filmt und fotografiert er für Kunden auf deren Wunsch beispielsweise deren Häuser oder Feiern von oben. Von Gundhild Tillmanns

Hoch hinaus geht es für den 35-jährigen Leichlinger Daniel Mader: Das erhofft er sich zumindest mit seinem frisch gegründeten Startup-Unternehmen "System Orange". Dahinter verbirgt sich nichts anderes als ein Mann und seine Drohne. Mit dem "Brummer" möchte Mader hochwertige Fotografien und Filme aus der Vogelperspektive anbieten. "Einen Auftrag hatte ich schon in Leichlingen. Ein älteres Ehepaar wollte sein Haus, den Garten und Teich aus der Luft fotografiert haben. Und die Leute waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden", sagt Mader.

Hintergrund: Drohne - was Hobbypiloten wissen müssen

Hauptberuflich ist er vorerst und weiterhin als IT-Projektmanager angestellt. "Aber mal sehen, wie sich das mit der Drohne entwickelt", sagt er. Denn Mader meint, dass es nur sehr wenige Anbieter auf diesem Marktsegment in der Region gebe. Ganz wichtig ist es dem Jungunternehmer zu betonen, dass er mit seiner Drohne niemanden ausspionieren, überwachen oder gar belästigen will: "Ich filme oder fotografiere nur das, wozu ich den Auftrag meiner Kunden bekomme", versichert Mader. Er habe die erforderliche Genehmigung der Landesregierung für Drohnen-Fotografie und -Filmen, betont er.

Studiert hat der gebürtige Leichlinger Wirtschaftsinformatik. Vor einigen Jahren war er schon mal selbstständig mit einer Webdesign-Firma: "Ich weiß also, wie es geht, wenn man sich selbstständig macht", sagt er. Dennoch sei er zunächst froh über seinen festen Job als IT-Projektmanager in einer großen Warenhauskette: "Mein Arbeitgeber weiß von meiner Nebentätigkeit, er hat nichts dagegen", sagt der Vater von drei Kindern, der mit seiner Familie gerne in Leichlingen lebt.

Das sind die Sieger des Drohnen-Fotowettbewerbs FOTO: dronestagr.am/Capungaero

Die Schönheit seiner Heimat genießt er denn auch zunächst mal privat mit dem Drohenfliegen als Hobby. Er kann sich aber vorstellen, dass es durchaus Nachfrage geben wird, seine Grundstücke, Häuser, Teile der Stadt und vieles mehr aus der Luft zu dokumentieren, ohne dass der Kunde selbst dafür in ein Flugzeug oder gar in einen Ballon steigen müsste. Maders Drohne kann übrigens bei optimalen Wetterbedingungen bis zu 1500 Meter hoch und 2500 Meter weit fliegen. Verirren ist ausgeschlossen: "Die Drohne hat eine Coming-Home-Funktion", erläutert Mader.

Sollte "System Orange" auf Nachfrage stoßen, dann möchte der Jungunternehmer im Kundenauftrag zum Beispiel Bauvorhaben aus der Luft dokumentieren, wenn gewünscht aber auch Hochzeiten oder sonstige Feiern. Auch landwirtschaftliche Flächen oder Wälder, nicht zuletzt Aufnahmen von der Wupper stellt er sich vor. "Solche Aufnahmen kann man auch verschenken", meint er und macht aber erneut deutlich: "Die Privatsphäre wird nicht berührt. Ich weiß, dass Drohnen einen schlechten Ruf haben und auf Skepsis stoßen." Er werde sich aber streng an die Auflagen und an die Kundenaufträge und -genehmigungen halten, sichert Mader zu.

Drohne bringt Medikamente nach Juist FOTO: dpa, iwa fdt

Kontakt zu Daniel Mader unter E-Mail: info@systemorange.de.

Quelle: RP
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