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Leichlingen
"Unfallkreuzung" bleibt unverändert

Leichlingen: "Unfallkreuzung" bleibt unverändert
17. März 2016: Fahrradfahrer wird erfasst und schwer verletzt. FOTO: kiesewalter
Leichlingen. Trotz des erneuten schweren Unfalls vom Donnerstag gilt die Kreuzung an der Peschecke nicht als Unfallschwerpunkt. Von Peter Korn

Der Fahrradfahrer, der am Donnerstagnachmittag von einem Auto auf der Kreuzung Brückenstraße/Am Wallgraben erfasst und mehrere Meter weit durch die Luft geschleudert wurde, ist offenbar schwer verletzt worden. Rettungssanitäter hatten den Mann zunächst in einer benachbarten Arztpraxis versorgt und ihn anschließend ins Krankenhaus gebracht.

Wie die Polizei gestern mitteilte, konnte der 31-jährige Fahrradfahrer noch nicht zu dem Unfall angehört werden. Nach Zeugenaussagen und Auswertung der Spuren sei aber davon auszugehen, "dass er aus Richtung Brückenstraße kommend bei Rot in den Kreuzungsbereich eingefahren ist", teilte ein Sprecher mit.

24. Februar 2014: Auto landet fast auf dem Gehweg. FOTO: um (archiv)

Eine 39-jährige Nissan-Fahrerin aus Leichlingen, die um 15.50 Uhr aus der Bahnhofstraße kam, sah den Radfahrer plötzlich vor ihrem Pkw auftauchen, konnte aber nicht mehr entscheidend bremsen. Laut Polizeischätzung entstanden circa 7.000 Euro an Sachschaden.

Für viele Leichlinger gilt die Kreuzung als Unfallschwerpunkt, weil es dort eben besonders häufig kracht.15 Mal in drei Jahren gab es an der Brückenstraße/Bahnhofstraße Unfälle Hier nur ein paar Beispiele:

16. Juli 2014: 49-jähriger Motorrollerfahrer muss ins Krankenhaus.

- Im Juli 2014 musste ein 49-jähriger Motorrollerfahrer aus Leichlingen nach einem Unfall ins Krankenhaus gebracht werden. Ein Senior hatte ihm beim Abbiegen die Vorfahrt genommen.

- Einen Monat zuvor stieß eine 47-jährige Leichlinger Autofahrerin an besagter Kreuzung mit dem 72-jährigen Fahrer eines Opels aus Wermelskirchen zusammen. Die Ampeln waren ausgefallen - es gab 20.000 Euro Sachschaden, - Weitere vier Monate zuvor landete ein Unfallauto sogar auf dem Grünstreifen neben der Gaststätte "Strike", Zentimeter vom Gehweg entfernt.

Bauliche Entschärfungen der Kreuzung wird es wohl nur geben, wenn sie von der Unfallkommission aus Stadt, Land und Polizei als Unfallschwerpunkt eingestuft wird. Doch dafür fehlen die Voraussetzungen, wie eine Sprecherin auf Anfrage bekannt gab - denn es komme dabei auf eine ganz bestimmte Kombination aus Häufigkeit innerhalb eines bestimmten Zeitraums, Typ des Unfalls und Schwere der Verletzungen an.

Ein Umbau zum Kreisverkehr kommt laut Bürgermeister Frank Steffes vermutlich eh nicht infrage. Er verwies auf eine Verkehrsuntersuchung aus dem Jahr 2009.

Damals hatte ein Gutachter festgestellt, dass der Verkehr von den beiden Achsen Bahnhofstraße und Am Wallgraben aus vor allem zu Stoßzeiten kaum abreiße. Ein Kreisel würde Staus bis auf die Opladener Straße provozieren, hieß es.

Quelle: RP
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