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Leichlingen/Schermbeck
30.000 Euro Finderlohn für gestohlene Lkw

Werner Essenberg: 30.000 Euro Finderlohn für gestohlene Lkw
So sieht einer der gestohlenen Lkw aus, auf die der Leichlinger pro Fahrzeug einen Finderlohn von 15 000 Euro ausgesetzt hat. FOTO: Screenshot
Leichlingen/Schermbeck. 30.000 Euro Belohnung hat die Leichlinger Firma Werner Essenberg ausgesetzt, nachdem zwei ihrer Lkw auf einem Firmengelände in Schermbeck nahe Wesel gestohlen worden sind. Mit dieser im Internet deutschlandweit verbreiteten Anzeige hat der Witzheldener Unternehmer Furore gemacht.

Nachdem zuerst unsere Redaktion in Schermbeck berichtete, reißen sich mittlerweile auch andere Medien um den Witzheldener.

Gestohlen wurden seine zwei wertvollen Muldenkipper bereits vor elf Tagen. Es handelt sich um zwei Mercedes-Lkw im Gesamtwert von rund 120 000 Euro. Die Lkw sind grün und türkisgrün lackiert. Die Aufschrift "Essenberg" war zumindest bis zum Diebstahl auf der Vorderseite zu sehen. Die Muldenkipper waren nicht zugelassen.

Auch bei E-Bay-Kleinanzeigen und bei Radio Berg hat Werner Essenberg mittlerweile die Fahndung nach seinen gestohlenen Lkw veröffentlicht, die aber eigentlich Sache der Polizei ist. Auch bei Facebook, Twitter und weiteren sozialen Netzwerken wird nach den Lkw gesucht.

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Claudia Kammann, Sprecherin der Polizei Rhein-Berg, sieht dies aber gelassen: "Es steht natürlich jedem Geschädigten frei, auch eigeninitiativ zu suchen", sagte sie auf Anfrage unserer Redaktion. Allerdings sei es sinnvoll, sich im Vorfeld mit der Polizei abzusprechen, wenn man selbst aktiv werden wolle, damit "man sich nicht gegenseitig in die Quere kommt." Ermittelnde Behörde ist in diesem Fall aber nicht die Polizei Rhein-Berg, sondern die für Schermbeck zuständige in Wesel.

Unserer Redaktion hatte Essenberg berichtet, dass sein Enkel die ungewöhnliche Suche nach den Lkw über das Internet angestoßen hatte. Dem liege nämlich gerade an diesen Fahrzeugen besonders viel, weil er darauf das Lkw-Fahren gelernt habe, sagte er auch bei Radio Berg am Mittwoch. Trotz etlicher Hinweise, die es mittlerweile schon gegeben habe, bestehe aber die Möglichkeit, dass die Lader schon weit weg seien. Denn vor allem in Afrika und Kuwait könne man solche Fahrzeuge, an denen man noch selber schrauben kann, gut gebrauchen, weiß Essenberg, der seine Hinweise nun aber alle an die Polizei in Wesel weiterleitet.

Hinweise nimmt die Polizei Wesel unter Tel. 0281 1070 entgegen.

(gt)
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