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Nüsse und Zweige verbrannt
Feuer-Zeremonie zur Wintersonnenwende in Leichlingen

Feuer-Zeremonie zur Wintersonnenwende im Murbachtal
Feuer-Zeremonie zur Wintersonnenwende im Murbachtal FOTO: Miserius, Uwe
Leichlingen. Ganz schön mystisch ging es am Samstagabend im Murbachtal zu: Wicze Braun und Wolfgang Brudes hatten in ihren Steinbruch am Sinneswald eingeladen, um in einer Feuer-Zeremonie die Wintersonnenwende zu feiern. Von Ina Bodenröder

"So kurz vor Weihnachten ist es ein schöner Brauch und ein Geschenk, die Wiedergeburt des Lichts zu feiern. Diese Nacht kündet uns den Abschied des Dunklen und die Begrüßung des neuen Lichtes", hatte es dazu geheißen. Den Steinbruch hatten Braun und Brudes mit vielen kleinen Kerzen geheimnis- und stimmungsvoll beleuchtet.

Ganz speziell aber wirkte in dieser Umgebung die Kölner Schamanin Brigitte Metzmacher, Künstlerin und Energieseherin, die an einem großen Lagerfeuer die Zeremonie zur Wintersonnenwende durchführte. Rund 80 Menschen waren am Samstagabend dabei. Alle Besucher erhielten eine Nuss und einen Zweig als Träger ihrer Wünsche. Mit dem Herzen sollten sie fühlen, was aus ihrem Leben heraus- und was in ihr Leben hineinkommen soll. "Aufgeladen" mit diesen Wünschen, konnten die Teilnehmer die Nuss und den Zweig in die Flammen des Lagerfeuers werfen.

"Die Zeremonie ist eine heilige Handlung mit tiefer Achtsamkeit", hatte die Schamanin im Vorfeld erklärt. Akustisch untermalt wurde das Ganze durch Trommelklänge des Perkussionisten Thórralf Schuh. "Wir sind sehr überrascht, wie viele Menschen unserer Einladung gefolgt sind", sagten Wicze Braun und Wolfgang Brudes am Rande der Veranstaltung. Die Idee dazu hatten sie, weil auch das Jahr 2015 im Sinneswald unter der Überschrift "Achtsamkeit" stand. Brigitte Metzmacher war dort als Künstlerin mit ihrem Werk vertreten.

Die Wintersonnenwende ist der Tag, an dem die Sonne ihren tiefsten Punkt im Laufe des Sonnenjahres erreicht und ihren scheinbar neuen Anstieg beginnt. Das Fest dazu reicht weit in die Mythenwelt der Vorfahren und Naturvölker zurück. Dort waren es vor allem Schamanen, die in ihrer spirituellen Verbundenheit zu Natur und Erde als Bindeglied zur geistigen Welt die Zeremonien zur Wintersonnenwende durchführten. Auf diesen Tag, der vor 2000 Jahren auf den 25. Dezember fiel, legten die Christen zugleich ganz bewusst ihr Weihnachtsfest. 

Quelle: RP
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