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Leverkusen
Zauberflöte pur - ein Fest der Mozart-Melodien

Leverkusen. Die Zauberflöte ist zweifellos eine der beliebtesten und bekanntesten Opern von Wolfgang Amadeus Mozart. Nicht nur als Bühnenspektakel, sondern auch in konzertanter Form ist sie häufig aufgeführt worden, und es gibt diverse kindgerechte Kompakt-Versionen. "Die (kleine) Zauberflöte", die am Sonntag in der Reihe Klassik in der Blütenstadt erklang, verzichtete nun nicht nur auf Personen und Kostüme, sondern vollständig auf die Sänger. Die Melodien der vielen bekannten Arien, die hier in verkürzter Form erklangen, fehlten hingegen nicht. Die übernahmen Flöte, Oboe, Klarinette, Horn oder Fagott, je nach Stimmlage und Charakter. Für die erwachsenen und opernerfahrenen Zuhörer in diesem Familienkonzert war die Wirkung durchaus verblüffend. Denn losgelöst von Worten, Bühnenstaffage und handelnden Personen wurde es tatsächlich zum Fest der Mozart-Melodien. Von Monika Klein

Das lag nicht unwesentlich an der Qualität des Quintetts, in dem Veranstalter Stefan Henke das Horn bläst. Zu den "Rheinischen Bläsersolisten" haben sich Musiker zusammengeschlossen, die als Solo-Bläser in unterschiedlichen Orchestern der Region unter Vertrag stehen. Im kleinen Ensemble musizieren sie aus purer Lust an der Komposition, so jedenfalls hatte es den Anschein bei ihrem Auftritt in der evangelischen Kirche Witzheldens, die beste Bedingungen für Kammermusik dieser Größenordnung bietet. Mit Ulrike Siebler (Flöte), Rebecca Raabe (Oboe), John Corbett (Klarinette) und Klaus Korte (Fagott) hat der Leichlinger Musiker die idealen Partner für ein lebendiges, engagiertes und sensibel aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel.

Dass die einzelnen Beiträge als Einheit empfunden, die Geschichte von Tamino und Pamina, Sonnenkönig Sarastro und der Königin der Nacht, Papageno und Papagena wirklich miterlebt wurde, lag an Folker Banik. Der in Leichlingen lebende Schauspieler las die Zwischentexte von Marko Simsa nicht herunter, sondern schlüpfte kurzzeitig auch so charakterisierend in die Rollen, dass die Figuren in den Kopfkinos sichtbar wurden.

Fasziniert folgten ihm sowohl Kinder als auch Erwachsene. Und so hielt die Spannung von der kleinen Zauberflöten-Ouvertüre, die im Zeitraffer schon mal den Melodienreichtum dieser Mozart-Oper vorstellte, bis zur Schlussmusik. Und bei den einzelnen Arien konnten die Hörer in Ruhe die unterschiedlichen Farben der Holzbläser kennenlernen. Damit man von jedem Platz aus die Musiker bei der Arbeit sehen konnte, gab es eine Leinwand für die Videoübertragung.

Beim dritten Konzert der Reihe spielt Henke am 21. Mai (17 Uhr) mit dem Nodelmann Streichquartett u. a. Werke von Mendelssohn.

Quelle: RP
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