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Leichlingen
Zwei Kaufinteressenten fürs Diepental erstellen schon Pläne

Leichlingen. Der Verkauf des Naherholungsgebiets Diepental nimmt offenbar konkretere Formen an: Sascha Heinz, Verwalter für die Erbengemeinschaft des Geländes mit Gastronomie und Freibad, sagte gestern: "Es gibt verschiedene Interessenten. Zwei davon machen gerade eine Architektenplanung." Die Ideen, mit denen sie sich momentan auseinandersetzten, gingen in Richtung Gastronomie und Hotel. Der eine Interessent ist offenbar ein rein gewerblicher Investor, der andere gewerblich und privat aus der Region. Sascha Heinz kann sich vorstellen, dass bis Ende dieses Sommers ein Kaufvertrag unterschrieben werden könnte. Von Ina Bodenröder

Im nächsten Schritt soll nun mit der Leichlinger Stadtverwaltung diskutiert werden, was sich im Diepental tatsächlich realisieren lässt. Bürgermeister Frank Steffes betonte gestern, dass die Stadt über einen Investor sehr erfreut sei und ihm hilfreich zur Seite stehen würde. Die Bebauungsmöglichkeiten seien allerdings begrenzt: "Das Planungsrecht sieht das ,Hoteldorf Diepental' in etwa auf dem Gelände des derzeitigen Minigolf-Platzes vor sowie den Bestandsschutz der bestehenden Gebäude", sagte er. Zusätzliche Immobilien dürfe es dort nicht geben. Der Ratsbeschluss über das Hoteldorf stammt aus dem Jahr 2002 und beschreibt ein Haupt- und fünf weitere Gebäude. Eine Wohnnutzung wurde damals ausgeschlossen.

Bei dem Areal zwischen Leichlingen und Leverkusen handelt es sich um ein Naherholungsgebiet, das insgesamt rund zehn Hektar umfasst. Zum Verkauf stehen aber nur 98.000 Quadratmeter, ein Restaurant mit 400 Innen- und 120 Terrassenplätzen sowie eine Gaststätte mit 50 Innen- und 80 Biergartenplätzen. Außerdem werden drei Wohnungen und sechs Ferien-Appartements, ein Kiosk, Seeterrassen, ein Campingplatz mit 65 Stellplätzen, ein Freibad, etwa 200 Parkplätze sowie Wanderwege und -flächen angeboten. Ein Teil der Talsperre direkt vor dem derzeitigen Gastronomiebetrieb gehört auch dazu, aber nicht die Staurechte.

1,85 Millionen Euro ruft die Erbengemeinschaft laut einem Immobilienportal für das Gesamtobjekt auf. Damit dürfte es für einen Investor allerdings nicht getan sein: Das Ganze wird als "Rarität" angepriesen, jedoch werden auch die Renovierungsbedürftigkeit des Restaurants und der "teilweise Sanierungsrückstau" nicht verschwiegen.

Quelle: RP
 
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