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Leverkusen
100 Krippen sind in Opladen zu sehen

Leverkusen. Vor zehn Jahren zeigte Franz Ruppelt zum ersten Mal einige Kunstwerke seiner Sammlung. Jetzt dauert der Rundgang 2,5 Stunden. Von Cristina Segovia-Buendía

Der Opladener Franz Ruppelt feiert in diesem Jahr seinen zehnten Krippenweg. Zum runden Geburtstag hat er einen Rekord aufgestellt: 100 Krippen aus der ganzen Welt, sind in den Schaufenstern der Opladener Innenstadt zu sehen. Jede von ihnen anders und mit landestypischer Konnotation. Offizielle Eröffnung ist morgen um 15 Uhr vor der Bühne an der Kölner Straße (Höhe Aloysius-Kapelle).

Seine Leidenschaft und Begeisterung für die kleinen Holzhütten mit der Szene von Jesu Geburt übertrug der 80-jährige Ruppelt vor zehn Jahren erstmals auf den Opladener Weihnachtsmarkt - eben in Form einer Ausstellung seiner Sammlung. Seitdem ist der Krippenweg ein fester Bestandteil des Bergischen Weihnachtsdorfes.

Während der erste Krippenweg nur einige wenige Ausstellungsstücke zählte, wurde dieser von Jahr zu Jahr ein bisschen länger. Mittlerweile erstreckt er sich über die gesamte Opladener City. Wer ihn dieses Jahr komplett beschreiten will, muss gute zweieinhalb Stunden einplanen, berichtet Ruppelt vorab. Für das Jubiläum machte er sich schon lange im Vorfeld auf die Suche nach neuen Figuren und Ställen aus aller Welt. Manche Krippen, erzählt er, sind gekauft, andere selbstgebaut, stets inspiriert von landestypischen Gepflogenheiten, etwa aus Südamerika oder Afrika. Die Szene an sich - mit Josef, Maria, dem Jesuskind, Hirten, Schafen und den drei Heiligen Königen, ändert sich eigentlich nicht. Was sie unterscheidet, sind Größe und Aussehen der Figuren und die Farbwahl.

Die afrikanischen Kästen beispielsweise fallen durch dunkelhäutige Figuren und eine farbenfrohe Gestaltung auf, viel Rot und Blau. Bei den südamerikanischen Krippen lassen sich die typischen Gesichtszüge der Einheimischen wahrnehmen, etwa von Peruanern, mit ihren charakteristisch rundlicheren Gesichtern und der asiatisch angehauchten Augenpartie.

Anhand der Krippen lässt sich auch erkennen, welchen Wert die verschiedenen Kulturen auf Christi Geburt legen. Während eher ältere Kästen aus Europa mit verschiedenen Ebenen arbeiten, um Himmel, Erde und Hölle darzustellen, befinden sich in anderen Weihnachtskrippen die Engel und Teufel mitten unter den Sterblichen.

"Jeder Mensch darf den Anspruch haben, Jesus bei sich im Haus zu haben. Im Grunde ist er überall geboren", betonte Ruppelt schon zu einer früheren Eröffnung des Krippenweges. Und dementsprechend sehen die Umgebung der Geburt sowie die dabei anwesenden Personen immer etwas anders aus.

Wer sich für Kultur und Geschichte verschiedener Länder interessiert, sich für weihnachtliche Themen begeistern lässt und wissen möchte, wie Menschen in anderen Ländern die Adventszeit erleben, dem sei eine Führung über den Krippenweg wärmstens ans Herz gelegt. Gelegenheit dazu gibt es am Sonntag, 3. Dezember, wenn um 15 Uhr vor der Bühne der Krippenweg eröffnet wird. Anschließend sind die Besucher zu einer Führung mit Franz Ruppelt eingeladen.

Quelle: RP
 
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