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Leverkusen
1000. Bürgerfunk-Sendung am Sonntag

Leverkusen. Nicht immer, wenn der Soundtrack zum Film "Beverly Hills Cop" bei Radio Leverkusen erklingt, ist der US-Schauspieler Eddie Murphy am Werk. Sondern viel häufiger, in der Regel sonntags um 19.04 Uhr, geht der Bürgerfunk des Katholischen Bildungswerkes auf Sendung. Die 1000. Sendung am Sonntag, 4. Oktober, wird wegen des Heimspiels von Bayer 04 Leverkusen aber erst um 20.04 Uhr ausgestrahlt. Produziert wird sie von der Redaktionsgruppe mit der Bezeichnung "5090". Es geht um das Thema Flüchtlinge. Wie den Neu-Leverkusenern geholfen wird, erklären Sozialdezernent Markus Märtens und Hieronymus Messing vom Caritasverband. Ein weiterer Beitrag der Jubiläumssendung befasst sich mit Kölns Erzbischof Rainer Maria Woelki. Von Gabi Knops-Feiler

1988 hat das Katholische Bildungswerk unter Leitung von Elmar Funken begonnen, ehrenamtliche Helfer für Bürgerfunk zu schulen. Funken sieht die Arbeit der Radiowerkstatt als Mittel, um Medienkompetenz zu vermitteln, die lokale Medienlandschaft zu ergänzen und Themen ausgiebiger zu behandeln, die sonst wenig Beachtung finden würden. Die erste Sendung der Radiowerkstatt am 2. Juli 1991 - sie ist dokumentiert auf einem Magnetband - befasste sich mit der neuen Kontaktstelle für Drogenabhängige und der Offenen Zeltstadt Opladen. Fast seit Anfang an ist Annemarie Habermann dabei. "Ich hätte vieles zu erzählen", sagte die Moderatorin und Koordinatorin.

Zusammengestellt und produziert werden Sendungen von Arbeitsgruppen. Das Magazin "5090" berichtet über kirchliche, soziale und kulturelle Themen. Die Gruppe "Kaleidoskop" informiert ältere Menschen. Bei "Karnevalissimo", gestaltet von der KG Rote Funken, ist man zwar stolz darauf, stets das erste Interview mit dem neuen Prinz Karneval zu führen. Doch die Sendungen drehen sich nicht nur um Karneval. "Wir haben auch schon über die Arbeit von Gerichtsvollziehern und Bestattern berichtet", sagte Gruppenleiter Johannes Sudowe: "In der Öffentlichkeit ist oft nicht bekannt, welche Möglichkeiten Bürgerfunk bietet." Er selber agiere nicht wegen der 2000 Hörer, sondern vor allem wegen der "perfekten Plattform, um den Horizont zu erweitern, da man viele Themen anpacken kann." Der berühmteste Gast bislang war der Dalai Lama, der in Frankreich interviewt wurde. Übrigens: Jeder kann beim Bürgerfunk mitmachen, bei Radio Leverkusen gibt's noch freie Kapazitäten.

Info Laut Landesmediengesetz sind private NRW-Lokalradios verpflichtet, bis zu 15 Prozent ihrer Sendezeit für von Bürgern produzierte Beiträge zur Verfügung zu stellen. In Leverkusen sorgen neben dem Kath. Bildungswerk auch die Landrat-Lucas- und Lise Meitner Gymnasien und die in der Dhünnstraße 12 B angesiedelte AG Bürgerfunk für Beiträge.

Quelle: RP
 
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