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Leverkusen
1000 Fragen zu Leverkusen

Leverkusen: 1000 Fragen zu Leverkusen
Spielentwickler Nurdogan Balcielmas, Bernhard Marewski, Uwe Pulsfort (TSV Bayer) und Sonja Thomä (Rathaus-Galerie) stellen das Lev-Spiel vor. FOTO: UM
Leverkusen. Ein neues Brettspiel macht mit der Stadt und der Wirtschaft vertraut. Von Tobias Brücker

Das Brettspiel ist in vielen Familien wohl ein aussterbendes Produkt. Zur Weihnachtszeit wird es hin und wieder mal aus dem Schrank gekramt, ein paar Püppchen bewegt, sich geärgert, dass der Würfel wieder nicht die richtige Augenzahl hatte - und festgestellt: So ein Familien-Spieleabend ist ja doch eigentlich etwas Schönes. Für Leverkusener - und alle, die es noch werden wollen - gibt es nun ein spezielles Brettspiel.

"Stadtpunkt Leverkusen" heißt es, wurde von Spielhersteller Nowus Games entwickelt und beinhaltet 1000 Fragen rund um Leverkusen, die hiesigen Firmen und die damit verbundenen Wahrzeichen: Ja, welchen Durchmesser hat denn nun das Bayer-Kreuz?

"Einige Fragen sind schon schwer und knifflig. Die konnte ich nicht beantworten - auch wenn ich mittlerweile eingefleischter Leverkusener bin", gibt Bürgermeister Bernhard Marewski lachend zu. Ab und an, sagt er, spielen er und seine Frau mit den Enkeln eines der mittlerweile altmodischen Spiele - allerdings schon "etwas gezwungen", wie er eingesteht.

So romantisch, wie sich die Idee eines neuen Brettspieles anhört, ist sie jedoch nicht. Der grundsätzliche Gedanke dahinter geht weniger in Richtung Familien-Zusammenführung: "In erster Linie haben wir uns darüber Gedanken gemacht, wie man Werbung machen kann - ohne dass es jemand merkt", erläutert Spielentwickler Nurdogan Balcielmas. So beteiligten sich 21 Leverkusener Unternehmen an dem Spiel, zu denen es Fragen zu beantworten gilt. Ziel ist es, die Stadtmitte auf dem Brett zu erreichen. Eine Spielfigur läuft im Uhrzeigersinn um das Brett - so werden Fragen zugewiesen. Bei richtiger Antwort darf eine zweite Figur ein Feld näher an die so begehrte Stadtmitte ziehen.

In 40 Städten ist das Spiel bereits erschienen - darunter Duisburg und Düsseldorf. "Ich finde es toll, dass diese Idee auch in Leverkusen umgesetzt wurde", sagt Bürgermeister Marewski. "Es gibt viele Bilder im Spiel, zum Beispiel auf dem Brett. Und wenn man zu den Plätzen kommt, erinnert man sich an die Gegebenheiten vor Ort." Gerade für Gäste sei es ein schönes Geschenk. Wegen der Urlaubszeit, der Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Spielen dauerte die Entwicklung des Leverkusen-Spiels ganze drei Monate. 18 bis 24 Personen arbeiteten daran. "Bei Quizspielen ist es schwer, interessante Fragen zu entwickeln", betont Balcielmas.

Er hofft, im ersten Jahr gut 10.000 Exemplare abzusetzen. Vom Preis je Stück (29,90 Euro) gehen fünf Euro an eine Einrichtung für Kinder und Jugendliche in der Stadt - an wen genau ist noch nicht entschieden. Das Spiel ist in der Rathaus-Galerie Wiesdorf an der Kundeninformation erhältlich.

Quelle: RP
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