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Leverkusen/Leichlingen
1000 laufen um die Sengbach-Talsperre

Der Sengbach-Talsperrenlauf 2016 in Leichlingen
Der Sengbach-Talsperrenlauf 2016 in Leichlingen FOTO: Miserius, Uwe
Leverkusen/Leichlingen. Zur 40. Ausgabe des Sengbach-Talsperrenlaufs meldeten sich rund 1000 Läufer an. Das Team des TV Witzhalden hatte deshalb am Sonntag schon vor dem Start viel zu tun. Von Sidney-Marie Schiefer

"Wir bekamen so viele Nachmeldungen, dass uns teils sogar die Startnummern ausgegangen sind", erklärte Margret Knigge vom TV Witzhelden.

Um 8.50 Uhr ging es dann direkt mit einer Premiere los: dem Dreiviertel-Marathon, er fand zum ersten Mal statt. Rund 150 Läufer sind die drei Runden um die Talsperre gelaufen. Simon Büttgen kam als Sieger ins Ziel. Der 30-Jährige wohnt in Erkrath, kommt aber regelmäßig nach Leichlingen, um dort zu laufen. "Um hier Erfolg zu haben muss man die Strecke einschätzen können", sagte er. Büttgen arbeitet auf den Berlin-Marathon hin. Die waldige und unebene Leichlinger Strecke eigne sich da gut, um Kraft und Ausdauer zu trainieren, sagte der 30-Jährige.

Wie der Weg, war auch die Zielkoordination etwas holprig. Da Starterzahlen für den längsten Lauf fehlten, wurden Zahlen der Halbmarathon-Läufer genutzt. Als dann gegen 12 Uhr die ersten Dreiviertel-Marathon-Läufer eintrafen, kam es gleich zweimal zu einer Verwechslung. So wurden Halbmarathon-Läufer zu Siegern der langen Strecke. Die Teilnehmer ließen sich davon aber nicht stören. "Wir mussten uns dieses Jahr auf den neuen Lauf erst einstellen", sagte Margret Knigge, nächstes Jahre wären auf jeden Fall genug Nummern vorhanden. Ein Höhepunkt war der "Jedermann-Lauf". Die Strecke von drei Kilometern nutzen vor allem Wettkampf-Neulinge. Einer von ihnen war Leichlingens Bürgermeister Frank Steffes. Obwohl er es nicht aufs Siegertreppchen schaffte, hatte er gute Laune. "Ich freue mich für den Verein, der jetzt auf eine 40-jährige Tradition zurückblicken kann", sagte der Bürgermeister. Der Jubiläumslauf reizte dann eine Läufer-Berühmtheit: Helmut Urbach. Er ist der erfolgreichste deutsche Läufer über 100 Kilometer. Am Sonntag ist der 74-Jährige die 11,5 Kilometer um die Sengbach-Talsperre gelaufen. "Mich nerven diese Eventläufe in den Großstädten langsam", knurrte Helmut Urbach. In den kleineren Städten seien die Anmeldepreise noch moderat, betonte der ehemalige Profi. Auch ihn hat die Stecke überzeugt. "Jetzt, wo ich älter bin und langsamer laufe, kann ich die Landschaft genießen." Er will - wie viele andere - nächstes Jahr wieder dabei sein.

Die Sieger sind: Simon Büttgen und Birgit Lennartz (30,9 km); Frederik Brandenstein und Thurid Buch (21,1 km); Pascal Meißner und Britta Winter (11,3 km); Andreas Joswig und Liv Jacobs (3 km); Max Baumgart und Josephine Hiller (1,6 km); Christof Mügge und Alexandra Kracke (11,3 km Walking).

Quelle: RP
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