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Leverkusen
111 Orte, die man in Leverkusen gesehen haben muss

Leverkusen: 111 Orte, die man in Leverkusen gesehen haben muss
Das Hinterteil des Elefantenbrunnen in der Bayer-Kolonie rückte Johannes Seibt in den Vordergrund. FOTO: Johannes Seibt
Leverkusen. Einhundertelf sehenswerte Orte in Leverkusen? Die gibt es in der Tat, wie ein neues Buch zeigt. Der Autor hatte sogar 400 Themen aufgelistet und daraus seine Auswahl für den Band getroffen. Faszinierend sind vor allem die kleinen, teils kuriosen Geschichten, die Markus Danner erzählt. Von Monika Klein

Lang ist die Reihe mit 111 Orten, die man gesehen haben muss. Nach den gebundenen Ausflugstipps in Berlin, Rom, Köln oder München ist jetzt auch ein Band über Leverkusen im Emons-Verlag (Preis 16,95 Euro) erschienen. Wer glaubt, dass es hier gar nicht genug Sehenswertes gibt für den Titel "111 Orte in Leverkusen, die man gesehen haben muss", den kann Markus Danner eines Besseren belehren. Tatsächlich hat der in Köln lebende Autor mit Leverkusener Wurzeln fast 400 Themen aufgelistet. Daraus traf er, auch in Absprache mit dem Verlag, seine Auswahl. Dabei blieb so viel Stoff übrig, dass er mühelos einen zweiten Band füllen könnte.

Es geht nämlich nicht alleine um architektonische Sehenswürdigkeiten, besondere Kneipen, Denkmäler oder Landschaftsansichten, sondern immer um die kleinen, manchmal durchaus kuriosen Geschichten, die damit verbunden sind. Das erst zeichnet sie als interessante und sehenswerte Orte aus. Vor gut einem Jahr machte sich Danner zusammen mit dem Fotografen Johannes Seibt auf den Weg durch die Stadt, um eine Auswahl zu treffen und vor allem den Inhalt abzustimmen.

Der Kommunikationsdesigner und Fotograf, der in der Buchbranche tätig ist und nebenher noch ein Atelier im Opladener Künstlerbunker hat, achtete genau auf die passende Perspektive. Es sind jedenfalls nicht die üblichen Ansichtskartenfotos, die er zu jedem einzelnen Thema machte.

So entschied er sich beim Kapitel Agam-Saal für eine Detailaufnahme der dreidimensional gestalteten Künstlerwände oder für die Frosch-Perspektive beim Bahnstadt-Turm, der so ein wenig höher erscheint. Verlassen wirkt der "ausrangierte" Bahnhof Morsbroich. Beim Elefantenbrunnen in der jüngsten Bayer Werkskolonie legte Seibt Wert auf das Hinterteil der Skulptur. Die hatte die Nazi-Führung vor der Nase, als sie in der Doktorsburg ihre Zentrale eingerichtet hatte, und befahl, das Tier zu wenden. Aufgrund eines Bürgerbegehrens wurde der Elefant 2007 wieder zurückgedreht. Foto und Text jeder durchnummerierten Doppelseite bilden so immer eine Einheit. Außerdem sind Streifen mit den technischen Daten wie Adresse und Bus-Haltestellen in das Bild eingeblendet.

Das Buch bildet jedenfalls nicht in erster Linie eine Chemiestadt ab, wie die Brausetablette auf dem Cover andeutet. Es zeigt Grünflächen, knackige Äpfel auf einem Obstgut, Kuriositäten wie den Dampfbahnverein nach britischer Art, besondere Kirchen, Sportstätten oder die Stadtgeschichte am Rhein.

Beim nächsten Museum Litterale am Mittwoch, 1. Juni, um 19.30 Uhr im Gartensaal von Schloss Morsbroich (Gustav-Heinemann-Straße 80) präsentieren Markus Danner und Johannes Seibt das neue Buch. Eintritt drei Euro. Info und Kartenvorverkauf Buchhandlung Gottschalk, Mülheimer Straße 8, 0214 56481.

Quelle: RP
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