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Leverkusen
118 km/h-Böen sind zu stark für den Zug

Leverkusen. Die Lampen über den Köpfen von Zugleiter Manfred Luxem, FLK-Chef Uwe Krause und den Verantwortlichen der Stadt um Ordnungsdezernent Frank Stein in der Feuerwehrwache Stixchesstraße funktionierten nicht. Die zarte Düsternis passte zur Stimmung: "Die Entscheidung, den Zug abzusagen, fiel heute Morgen einvernehmlich", fasste Stein zusammen. "Die meteorologischen Prognosen für den Nachmittag sehen nicht gut aus." Von Ludmilla Hauser

Die stellte Rolf Tscherney von der Berufsfeuerwehr denn auch vor: "Zwischen 15 und 20 Uhr, also auch im Kernzeitraum des Zuges, sind Windstärken sieben bis acht vorhergesagt und teils Böen mit 118 Stundenkilometern. Das ist zu viel, um den Zug stattfinden zu lassen."

Stein spricht von eine Gefährdungssituation für Zugteilnehmer und Zuschauer. Da müsse man sich fragen, wie eine rasche Zugauflösung klappen könnte, wie die Entflüchtung für die Menschen möglich sei. "Wenn Ziegel oder Äste durch die Luft geschleudert werden, kann keiner die Sicherheit garantieren. Und die hat Vorrang."

Wie aufs Stichwort kommt aus den Lautsprechern der Feuerwehrwache Stixchesstraße ein Alarm "heruntergefallener Ast". "Das ist kein Einspieler", sagt Frank Stein. "Das ist wahrscheinlich der Sturmbeginn."

Laut Manfred Luxem habe man vorher überlegt, ob man den Zug zeitlich nicht vorverlegen könnte, um vor dem Sturm fertig zu sein, sich aber dagegen entschieden.

Ob der Zug nachgeholt wird? Krause winkt ab: "Ich sage erstmal nein." 1990 war er bei der Zugwiederholung in Düsseldorf. "Da war überhaupt keine Stimmung. Das war die falsche Jahreszeit." Luxem gab sich positiver: "Vielleicht müsste man da einen Termin an einem Feiertag suchen. Das ist derzeit noch offen. Da sprechen wir die nächsten Tage drüber."

Quelle: RP
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